FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu Epstein-Skandal:
"(.) Es mag sein, dass Starmer wirklich erst jetzt vom Ausmaß der Freundschaft erfahren hat, die Mandelson mit Epstein pflegte. Aber dass die beiden sich kannten und dass der Amerikaner eine äußerst zwielichtige Figur war, das wusste Starmer vor einem Jahr, als er den neuen Botschafter auswählte. Der Verdacht liegt nahe, dass er sich gerade deshalb für Mandelson entschied, weil der sich in den trüben New Yorker Elitezirkeln zu bewegen wusste, denen neben Epstein vor allem Trump angehörte. Starmer versucht, die Affäre nach dem üblichen Drehbuch zu bewältigen. Auf die Beteuerung, Mandelson habe ihm nicht alles gesagt, folgte der Rücktritt seines Stabschefs. Das ist ein typisches Bauernopfer, denn die politische Verantwortung liegt nie bei einem Berater, sondern beim Regierungschef selbst. (.)"/DP/jha