thyssenkrupp nucera entwickelt sich im 1. Quartal im Rahmen der Prognose und investiert in den weiteren Ausbau des Technologieportfolios
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Quartals-/Zwischenmitteilung
thyssenkrupp nucera entwickelt sich im 1. Quartal im Rahmen der Prognose und
investiert in den weiteren Ausbau des Technologieportfolios
11.02.2026 / 06:59 CET/CEST
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thyssenkrupp nucera entwickelt sich im 1. Quartal im Rahmen der Prognose und
investiert in den weiteren Ausbau des Technologieportfolios
* Auftragseingang und Umsatz im 1. Quartal unter Vorjahr, Unsicherheiten
belasten den Markt für grünen Wasserstoff weiterhin
* Signing des größten Chlor-Alkali Auftrags für ein Neubauprojekt bei
thyssenkrupp nucera in hohem zweistelligen Mio.-Euro-Bereich, mit dem
Effekt einer deutlichen Steigerung des Auftragseingangs in Q2
* Hoher Fertigungsgrad vertraglich vereinbarter Kundenprojekte in beiden
Technologiebereichen
* Verbesserung der Bruttomarge durch margenstärkeren Projektmix und
konsequentes Kostenmanagement
* Bestätigung der Gesamtjahresprognose 2025/2026 mit steigendem
Auftragseingang und vorübergehendem Umsatzrückgang
Dortmund, 11. Februar 2026 - Die Geschäftsentwicklung von thyssenkrupp
nucera verlief im ersten Quartal 2025/2026 gemäß den Erwartungen. Der
Konzern-Auftragseingang lag mit 75 Mio. Euro um 21 Prozent unter dem
entsprechenden Vorjahreswert (95 Mio. Euro). Hauptgrund waren
projektbedingte Verschiebungen im Segment Grüner Wasserstoff (gH2) und
temporär geringere Neubestellungen im Chlor-Alkali-Geschäft, welche in den
Folgequartalen wieder deutlich stärker erwartet werden. Der Auftragsbestand
belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 489 Mio. Euro nach 606 Mio. Euro zum
30. September 2025. Der hohe Fertigstellungsgrad vertraglich vereinbarter
Kundenprojekte in den beiden Technologiebereichen Alkalische Wasser- und
Chlor-Alkali-Elektrolyse führte erwartungsgemäß zu einem Rückgang des
Konzernumsatz um 44 Prozent auf 147 Mio. Euro (1. Quartal 2024/2025: 262
Mio. Euro).
Trotz des niedrigeren Umsatzniveaus investierte thyssenkrupp nucera weiter
konsequent in Innovationen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
hat das Unternehmen um 31 Prozent auf 9 Mio. Euro (1. Quartal 2024/2025: 7
Mio. Euro) erhöht. Der Elektrolyse-Spezialist stärkt sein
Technologieportfolio unter anderem durch die Hochtemperaturelektrolyse SOEC
und eine modulare Hochdruckelektrolyse-Lösung. Zudem präsentierte
thyssenkrupp nucera eine neue Generation seiner BM (Bipolarmembran)- und
weiterentwickelten BiTAC-Elektrolyseure (Bipolarer
Ionenaustauschmembran-Prozesselektrolyseur), die höhere Leistung bei
vereinfachter Wartung und Installation bieten.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit -4 Mio. Euro unter dem
Vorjahreswert von 8 Mio. Euro. Das Ergebnis wurde von außergewöhnlich hohen
Schwankungen in Derivatepositionen in Höhe von 2 Mio. Euro belastet, welche
Preisschwankungen von Rohstoffpositionen in den Vorräten ausgleichen. Eine
verbesserte Bruttomarge und konsequente Kostendisziplin konnten das
geringere Umsatzvolumen jedoch nicht vollständig kompensieren.
Das Finanzergebnis verringerte sich aufgrund niedriger Zinsen von 6 Mio. auf
3 Mio. Euro. Nach Steuern ergibt sich ein Ergebnis von -3 Mio. Euro (1.
Quartal 2024/2025: 9 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie errechnet sich mit
-0,02 Euro nach 0,07 Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der
Elektrolyse-Spezialist beschäftigte am Ende des 1. Quartals (31. Dezember
2025) 1.089 Mitarbeitende nach 944 Personen am 31. Dezember 2024.
"Auch wenn das Marktumfeld weiterhin herausfordernd bleibt, sehen wir
verstärkt positive Marktimpulse, insbesondere im Bereich grüner Wasserstoff.
Wir haben im ersten Quartal gezeigt, dass wir unsere Kundenprojekte
konsequent und wie vereinbart vorantreiben und unsere technologische Stärke
durch hohe F&E-Investitionen sowie die Erweiterung unseres
Technologieportfolios weiter ausbauen", sagt Dr. Werner Ponikwar, CEO von
thyssenkrupp nucera.
Hohe Umsatzrealisierung von Kundenprojekten im Segment Grüner Wasserstoff
Der Auftragseingang im Unternehmenssegment Grüner Wasserstoff (gH2) lag bei
5 Mio. Euro (1. Quartal 2024/2025: 5 Mio. Euro). Das gH2-Neubaugeschäft
blieb aufgrund projektbedingter Verschiebungen in einem schwierigen
Marktumfeld unter Druck. Zum 31. Dezember 2025 betrug der gH2-Auftragsbestand
186 Mio. Euro, nach 259 Mio. Euro im Vorquartal.
Der Umsatz im gH2-Segment halbierte sich von 154Mio. auf 77Mio.Euro -
maßgeblich aufgrund des hohen Grads der Umsatzrealisierung des NEOM-Projekts
in Saudi-Arabien, einem der weltweit größten Vorhaben zur Produktion von
grünem Wasserstoff. Größter Umsatztreiber war das Stegra-Projekt in
Schweden, für das thyssenkrupp nucera Elektrolyseure mit mehr als 700MW
installierter Leistung liefert. Das geringere Umsatzvolumen führte zu einem
gH2-EBIT von -12Mio.Euro (Vorjahr: -8Mio.Euro).
thyssenkrupp nucera hat zudem im Januar dieses Jahres eine Partnerschaft mit
der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
geschlossen, um die Entwicklung des Marktes für grünen Wasserstoff und
Power-to-X (PtX) in Indien voranzutreiben. Ziel ist es, die Potenziale
entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu erschließen. Indien
zählt zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit und wird
eine Schlüsselrolle in der globalen Energiewende einnehmen. thyssenkrupp
nucera ist bereits heute mit über 80 Mitarbeitern in Indien vertreten.
Neues Chlor-Alkali-Großprojekt im Nahen Osten
Im Segment Chlor-Alkali (CA) erzielte thyssenkrupp nucera Neuaufträge von 70
Mio. Euro (Vorjahr: 89 Mio. Euro). Während das Neubaugeschäft zulegte, lag
das Servicegeschäft unter dem hohen Vorjahresniveau. Ein im Dezember 2025
unterzeichneter Großauftrag im hohen zweistelligen Millionenbereich für ein
Chlor-Alkali-Projekt im Nahen Osten wird planmäßig im zweiten Quartal
2025/26 im Auftragseingang ausgewiesen. Es ist der größte
Chlor-Alkali-Auftrag für ein Neubauprojekt in der Geschichte von
thyssenkrupp nucera. Der Chlor-Alkali-Auftragsbestand lag zum 31. Dezember
2025 bei 302 Mio. Euro (30. September 2025: 347 Mio. Euro).
Im CA-Segment erzielte thyssenkrupp nucera einen Umsatz von 70 Mio. Euro (1.
Quartal 2024/2025: 108 Mio. Euro). Der Rückgang resultiert vor allem aus
einem niedrigeren Neubaugeschäft. Das Servicegeschäft lag hingegen auf dem
hohen Vorjahresniveau. Das EBIT reduzierte sich auf 8 Mio. Euro (1. Quartal
2024/2025: 16 Mio. Euro). Steigende Bruttomargen und konsequentes
Kostenmanagement konnten das geringere Umsatzvolumen im CA-Geschäft nur
teilweise ausgleichen.
"Die weiterhin herausfordernde Marktlage spiegelt sich erwartungsgemäß in
unseren Kennzahlen wider. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung im ersten
Quartal, dass wir bei thyssenkrupp nucera unsere Kostenstrukturen flexibel
halten, kontinuierlich unsere Margen verbessern und gezielt in Technologien
mit klarer Zukunftsperspektive investieren. Wir bleiben gut aufgestellt und
verfügen über eine hohe finanzielle Resilienz", sagt Dr. Stefan Hahn, CFO
von thyssenkrupp nucera.
Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet thyssenkrupp nucera auf
Konzernebene unverändert einen Auftragseingang zwischen 350 Mio. und 900
Mio. Euro (2024/2025: 348 Mio. Euro). Wesentliche Treiber sind
voraussichtlich große Neubauprojekte in beiden Segmenten und das
Servicegeschäft. Der Vorstand prognostiziert einen Umsatz zwischen 500 Mio.
und 600 Mio. Euro (2024/2025: 845 Mio. Euro). Zur Umsatzentwicklung sollen
überwiegend bereits vertraglich vereinbarte Projekte beitragen. Das
Konzern-EBIT soll zwischen -30 Mio. und 0 Mio. Euro liegen (2024/2025: 2
Mio. Euro). Wesentliche Treiber sind die Abwicklung und Verumsatzung des
bestehenden Auftragsbestands. Bereits initiierte Kosteneffizienzmaßnahmen
sollen die mit dem geplanten Umsatzrückgang einhergehende geringere
Kostendeckung teilweise kompensieren.
Für das Segment Grüner Wasserstoff rechnet thyssenkrupp nucera mit einem
Umsatz zwischen 150 Mio. bis 220 Mio. Euro (2024/2025: 459 Mio. Euro). Die
erwartete Umsatzentwicklung folgt dabei maßgeblich dem bestehenden
Auftragsbestand. Zusätzliche Aufträge im gH2-Bereich werden voraussichtlich
erst in den Folgejahren signifikante Auswirkungen auf den Umsatz haben. Das
EBIT wird sich laut Prognose in einer Bandbreite zwischen -80 Mio. und -55
Mio. Euro (2024/2025: -56 Mio. Euro) bewegen. Eine verbesserte Bruttomarge
durch einen vorteilhafteren Projektmix im AWE-Bereich, Kosteneinsparungen
sowie eine veränderte Ressourcenallokation zwischen den Segmenten sollen die
niedrigeren Umsätze teilweise kompensieren.
Im Segment Chlor-Alkali wird der Umsatz voraussichtlich zwischen 320 Mio.
und 400 Mio. Euro liegen (2024/2025: 387 Mio. Euro). Die Umsatzentwicklung
beruht im Wesentlichen auf dem bestehenden Auftragsbestand. Für das
CA-Segment wird ein EBIT zwischen 40 Mio. und 65 Mio. Euro (2024/2025: 58
Mio. Euro) erwartet, was im Wesentlichen aus der Bearbeitung des bestehenden
Auftragsbestands entsteht.
Hinweis zu den Finanzkennzahlen
Erläuterungen zu den herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren
befinden sich im Geschäftsbericht 2024/2025 von thyssenkrupp nucera auf den
Seiten 31 bis 32.
thyssenkrupp nucera: Eckdaten Ertrags- und Finanzlage (in Mio. Euro)
in Millionen Euro Q1 2024/253 Q1 2025/26 Veränderung
Auftragseingang 95 75 -21%
gH21 5 5 -14%
CA2 89 70 -22%
Umsatzerlöse 262 147 -44%
gH21 154 77 -50%
CA2 108 70 -35%
EBIT 8 -4
gH21 -8 -12 -55%
CA2 16 8 -50%
EBIT-Marge 3% -3% -6%P
Ergebnis nach Steuern 9 -3
Ergebnis je Aktie (in Euro) 0,07 -0,02
(unverwässert = verwässert)
1Grüner Wasserstoff 2Chlor-Alkali-Elektrolyse 3Die Zahlen wurden in
Übereinstimmung mit IAS 8.41 rückwirkend angepasst.
Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach
wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Verschlechterungen werden mit Minus (-)
gekennzeichnet. Bei sehr hohen positiven oder negativen Veränderungsraten (>=
100% bzw. <=100%) wird die Veränderungsrichtung durch "++" bzw. ""
angezeigt.
Weitere Informationen
Finanzinformationen wie die vollständigen Finanztabellen (Gewinn- und
Verlustrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung) zu den Ergebnissen im ersten
Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 sind hier abrufbar. Die Präsentation,
den Quartalsbericht 2025/2026, die Corporate News, der Mitschnitt der
virtuellen Investoren- und Pressekonferenz sowie Fotos liegen für Sie hier
bereit.
Telefonkonferenz für Investoren und Medien
Im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse im ersten Quartal des
Geschäftsjahres 2025/2026 wird thyssenkrupp nucera am 11. Februar 2026 von
09:00 bis 10:30 Uhr MEZ eine Telefonkonferenz (in englischer Sprache) für
Analysten und Investoren sowie Journalisten durchführen. Einen
Audiomitschnitt finden Sie nach der Konferenz auf unserer IR-Website.
Investorenanfragen:
Dr. Hendrik Finger
Leiter Investor Relations
Telefon: +49 231 229 724 347
E-Mail: [1]hendrik.finger@thyssenkrupp-nucera.com
1. mailto:hendrik.finger@thyssenkrupp-nucera.com
Medienanfragen:
Rita Syre
Senior Media Relations and Financial Relations Manager
Mobil: +49 174 161 86 24
E-Mail: [1]rita.syre@thyssenkrupp-nucera.com
1. mailto:rita.syre@thyssenkrupp-nucera.com
Über thyssenkrupp nucera:
thyssenkrupp nucera bietet weltweit führende Technologien für hocheffiziente
Elektrolyseanlagen. Das Unternehmen verfügt über umfangreiches Know-how in
Planung, Beschaffung und Bau von elektrochemischen Anlagen. Die
Erfolgsbilanz umfasst mehr als 600 erfolgreich installierte Projekte mit
einer Gesamtkapazität von mehr als 10 GW. Mit der
Wasserelektrolyse-Technologie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff schafft
thyssenkrupp nucera innovative Lösungen im industriellen Maßstab für grüne
Wertschöpfungsketten und eine dekarbonisierte Industrie - ein großer Schritt
in Richtung Klimaneutralität. thyssenkrupp nucera hat im Juli 2023
erfolgreich einen Börsengang durchgeführt. Die Aktien werden an der
Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.
www.thyssenkrupp-nucera.com
Disclaimer für zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Veröffentlichung kann zukunftsgerichtete Aussagen zu wichtigen Themen
wie Strategie, zukünftigen finanziellen Ergebnissen, Ereignissen,
Marktpositionen und Produktentwicklungen enthalten. Diese
zukunftsgerichteten Aussagen sind - wie jedes unternehmerische Handeln in
einem globalen Umfeld - stets mit Unsicherheit verbunden. Sie unterliegen
einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die in
Veröffentlichungen von thyssenkrupp nucera AG & Co. KGaA ("thyssenkrupp
nucera") beschrieben werden, sich aber nicht auf diese beschränken. Sollten
sich eine(s) oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten oder andere
Faktoren realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden
Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren,
können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen von thyssenkrupp
nucera wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die als
zukunftsgerichtete Aussagen formuliert wurden. Zukunftsgerichtete Aussagen
sind erkennbar an Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "ausgehen",
"rechnen mit", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben",
"einschätzen", "werden" und "vorhersagen" oder an ähnlichen Begriffen.
Thyssenkrupp nucera übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht,
zukunftsgerichtete Aussagen laufend zu aktualisieren oder bei einer anderen
als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.
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