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Aktien Frankfurt Ausblick: Leichte Gewinne - Dax aber weiter unter 25.000 Punkte

Aktien Frankfurt Ausblick: Leichte Gewinne - Dax aber weiter unter 25.000 Punkte

13.2.2026 07:19:34 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 3 min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim Dax müssen die Anleger am Freitag trotz leichter Gewinne wohl von unten auf die 25.000-Punkte-Marke schauen. Mit einem leicht positiven Start dürfte der Leitindex zunächst auf etwas Abstand zur Tausendermarke bleiben, nachdem der Sprung über diese am Vortag erneut gescheitert war. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start einen 0,1 Prozent höheren Auftakt bei 24.868 Punkten. Damit würde das Wochenplus auf 0,6 Prozent steigen.

Laut der Helaba würde aus technischer Sicht erst ein nachhaltiger Anstieg über die 25.000 Punkte den Weg zur Bestmarke von knapp 25.508 Punkten frei machen. Auf dem Weg dahin hatte das Hoch seit Mitte Januar am Donnerstag nicht lange gewährt, da die Gewinne nach dem US-Handelsstart wieder abgegeben wurden. Einmal mehr griffen KI-Sorgen im New Yorker Handel auf viele Branchen durch. Der US-Tech-Index Nasdaq 100 verlor zwei Prozent. Den Löwenanteil aber bereits bis zum europäischen Handelsende.

Am Freitag dürfte nun viel daran liegen, was die am Nachmittag anstehenden Inflationszahlen aus den USA mit sich bringen. Diese sind von besonderer Bedeutung für den Spielraum der Notenbank Fed, um die Zinsen weiter zu senken. Infolge unterschiedlicher Wirtschaftsdaten hatten schwankende Zinssenkungserwartungen zuletzt zur Unruhe an den Börsen beigetragen. Laut der Helaba war die Inflation zuletzt zu hoch, doch mit den Januarzahlen zeichne sich eine Entspannung ab.

Nachdem Siemens am Vortag nach Zahlen merklich zu den Kursbewegungen beigetragen und zeitweise SAP erneut als wertvollstes Dax-Unternehmen abgelöst hatte, wird die Nachrichtenlage auf Unternehmensseite zu Wochenschluss etwas ruhiger. Der Siemens-Kurs wird am Freitag um die Auszahlung der Dividende bereinigt.

Im Fokus stand vor allem Jenoptik mit einem vorbörslichen Kursrutsch um mehr als elf Prozent. Bei dem Technologieunternehmen geht damit wohl die jüngste Rally zu Ende, die den Kurs am Vortag erstmals seit Oktober 2024 wieder bis an die 28-Euro-Marke herangeführt hatte. Der Auftragseingang und die Marge trübten nach der Rally die Stimmung, hieß es von Händlerseite.

Beiersdorf könnten einen Blick wert sein nach enttäuschenden Zahlen des Konkurrenten L'Oreal , dessen Aktien nachbörslich deutlich unter Druck gerieten. Ein Händler erwähnte, auf den zweiten Blick könnten die Rückschlüsse für den Nivea-Hersteller aber positiver werden, da das Abschneiden von L'Oreal an den gemeinsamen Schnittstellen zufriedenstellend wirke.

An die jüngsten Kursverluste knüpfen vorbörslich die Titel von Delivery Hero mit einem Abschlag von 2,3 Prozent an. Hier wurde auf enttäuschende Zahlen der Nahost-Tochter Talabat verwiesen. Umsatzseitig sei deren viertes Quartal in Ordnung, schrieb Analyst Evgenii Annenkov von Jefferies Research. Der Ausblick auf das operative Ergebnis (Ebitda) im neuen Geschäftsjahr liege aber unter dem Analystenkonsens.

RWE leiden vorbörslich mit einem Prozent darunter, dass die Aktien nach starkem Kursverlauf vom Analysehaus Bernstein Research auf ein neutrales Votum abgestuft wurden. Das Wachstumspotenzial des Energiekonzerns sei inzwischen eingepreist, lautete das Argument der Analystin Deepa Venkateswaran. Chancen und Risiken hält sie für ausgeglichen.

Positiver sieht das Bild nach einem Analystenkommentar bei PVA Tepla aus, denn hier ziehen die Aktien im Tradegate-Handel um zwei Prozent an. Für das Technologieunternehmen aus dem SDax hat die französische Investmentbank Exane BNP ihre bisher negative Haltung aufgegeben./tih/jha/