WIESBADEN (dpa-AFX) - In der deutschen Wirtschaft sind zum Jahresende keine zusätzlichen Jobs mehr entstanden. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts endete im vierten Quartal die langjährige Zunahme bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,1 Prozent auf 42,5 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Angehörigen ging weiter zurück: um 0,7 Prozent auf 3,7 Millionen Menschen.
Mit 46,1 Millionen Erwerbstätigen im Schlussquartal ist die saisonbereinigte Beschäftigung bereits das dritte Quartal in Folge gesunken, wie das Amt auf der Grundlage vorläufiger Daten berichtet. Das waren 25.000 Menschen oder 0,1 Prozent weniger als im Vorquartal.
Zuvor war die Erwerbstätigenzahl nach dem Corona-Schock über vier Jahre lang gestiegen oder zumindest auf dem gleichen Stand geblieben. Nun konnte die Zunahme der Dienstleistungsjobs (+122.000) die Arbeitsstellenverluste in der Industrie und am Bau (-180.000) nicht mehr ausgleichen. Innerhalb der Dienstleistungsbranchen legte der öffentliche Dienst einschließlich Erziehung und Gesundheit erneut zu, während im Bereich Information und Kommunikation Jobs verloren gingen./ceb/DP/jha