KIEL (dpa-AFX) - Der Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, Moritz Schularick, schlägt eine Aufhebung des Kündigungsschutzes für den öffentlichen Dienst und Besserverdienende vor. "Ich möchte auch den de facto Kündigungsschutz im öffentlichen Dienst infrage stellen", sagte Schularick der Deutschen Presse-Agentur. "Warum gibt es diese Vorzugsbehandlung?"
Der Ökonom sprach sich zudem für eine Aufhebung des Kündigungsschutzes für gut verdienende Arbeitnehmer aus. "Warum halten wir am Kündigungsschutz für Leute fest, die mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen?", sagte Schularick. "Da wird ein paternalistischer Schutzgedanke weitergetragen ins 21. Jahrhundert, der wahrscheinlich schon Ende des 20. Jahrhunderts abgelaufen war." Diese Idee sei nicht länger zeitgemäß.
Das Kiel Institut für Weltwirtschaft gilt als eines der führenden Wirtschaftsinstitute des Landes./lkm/akl/DP/zb