Die Weltbörsen bleiben angesichts des Krieges mit dem Iran angespannt. Vor diesem Hintergrund präsentiert sich der Robotic Index, dem unter anderem Teradyne, Amphenol oder XPeng angehören, relativ stabil. Indes setzen immer mehr Firmen verstärkt auf Robotik. So testet etwa nun auch BMW im Werk Leipzig humanoide Roboter in der Produktion.
Erste Versuche starteten bereits im Dezember. Nach einem weiteren Test im April soll im Sommer ein Pilotprojekt mit einer einstelligen Zahl von Robotern des Herstellers Hexagon beginnen. Ziel ist es, humanoide Robotik schrittweise in die Serienfertigung von Fahrzeugen zu integrieren und zusätzliche Anwendungen etwa in der Batterie- und Komponentenproduktion zu prüfen. Laut BMW geht es darum, KI-gestützte, lernfähige Systeme – sogenannte Physical AI – unter realen industriellen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln.
KI kommt bei BMW nicht zum ersten Mal zum Einsatz. Im US-Werk Spartanburg arbeiteten zehn Monate lang zwei Roboter von Figure AI. Sie entnahmen und positionierten Blechteile für Schweißprozesse bei rund 30.000 Fahrzeugen. Das Unternehmen spricht von einem messbaren Mehrwert im laufenden Betrieb.
In Leipzig steht nun die schrittweise Einbindung in das bestehende Produktionssystem im Fokus. Geprüft werden vielseitige Einsatzmöglichkeiten, unter anderem in der Fertigung von Batteriemodulen sowie bei Exterieur-Komponenten.
Der eingesetzte Roboter ist 1,65 Meter groß, wiegt 60 Kilogramm und bewegt sich auf zwei Beinen. Die Batterie hält rund drei Stunden, ein eigenständiger Wechsel ist möglich. Aktuell wird das System aus Sicherheitsgründen noch in abgegrenzten Bereichen eingesetzt.
Langfristig sollen die Roboter vor allem monotone oder potenziell gefährliche Aufgaben übernehmen. Ein Stellenabbau ist laut BMW nicht geplant. Die Kosten liegen nach Angaben des Herstellers im sechsstelligen Bereich.