BEIRUT/GENF (dpa-AFX) - Im Libanon sind wegen der andauernden israelischen Luftangriffe nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) bisher rund 30.000 Menschen in staatlich ausgewiesenen Notunterkünften registriert worden. Viele weitere Vertriebene hätten die Nacht in ihren Autos, am Straßenrand und in Staus verbracht, teilte ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bei einer Pressekonferenz in Genf mit.
Israel hatte zuvor die Bewohner von mehr als 53 Dörfern zur Evakuierung aufgerufen. Besonders betroffen sind der Südlibanon, die Bekaa-Ebene sowie die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. Diese Gebiete gelten als Hochburgen der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz hatte Israel als Reaktion auf dessen Angriffe auf den Iran mit Raketen beschossen.
UNHCR äußerte sich besorgt über die Eskalation zwischen der Hisbollah im Libanon und Israel und rief zum Schutz der Zivilbevölkerung auf./arj/DP/jha