Nach US-Börsenschluss stehen am Mittwoch noch Zahlen des Chipriesen Broadcom ins Haus. DER AKTIONÄR zeigt, was Experten für das Zahlenwerk des Konzerns erwartet hatten, ob Broadcom den Erwartungen gerecht wurde und wie die ersten Reaktionen des Marktes ausfallen.
Broadcom hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss Zahlen vorgelegt und die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen.
Der Chipkonzern erzielte im ersten Geschäftsquartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,05 Dollar. Analysten hatten im Schnitt 2,03 Dollar erwartet. Der Umsatz lag bei 19,31 Milliarden Dollar und damit ebenfalls über der Prognose von 19,18 Milliarden Dollar.
Im Vergleich zum Vorjahr legten die Erlöse deutlich zu: Der Umsatz stieg um 29 Prozent gegenüber dem entsprechenden Quartal des Vorjahres. Das erste Geschäftsquartal endete am 1. Februar.
Der Nettogewinn kletterte auf 7,35 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,50 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Broadcom noch 5,50 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,14 Dollar je Aktie verdient.
Für das laufende zweite Geschäftsquartal zeigt sich das Unternehmen optimistisch. Broadcom stellt einen Umsatz von 22,0 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten bislang lediglich 20,56 Milliarden Dollar erwartet. Zudem rechnet der Konzern mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 68 Prozent.
Wachstumstreiber bleibt das Geschäft rund um Künstliche Intelligenz. Laut CEO Hock Tan haben sich die KI-Umsätze im Quartal mehr als verdoppelt und 8,4 Milliarden Dollar erreicht. Grund dafür sei die starke Nachfrage nach kundenspezifischen KI-Beschleunigern und KI-Netzwerktechnologie. Für das laufende Quartal erwartet Broadcom KI-Halbleiterumsätze von 10,7 Milliarden Dollar.
Der Blick auf die Sparten zeigt ein gemischtes Bild: Das Geschäft mit Halbleiterlösungen erzielte einen Umsatz von 12,52 Milliarden Dollar und lag damit über den Erwartungen von 12,25 Milliarden Dollar. Während des Quartals stellte Broadcom zudem neue Wi-Fi-8-Chips vor. Im Segment Infrastruktur-Software setzte der Konzern dagegen 6,80 Milliarden Dollar um und blieb damit unter der Analystenschätzung von 7,02 Milliarden Dollar.
Zusätzlich kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von zehn Milliarden Dollar an, das bis 2026 laufen soll.
Bei den Anlegern kommen die Zahlen an. Die Aktie reagiert im nachbörslichen Handel mit einem Plus von rund ein Prozent - obwohl die Erwartungen und damit die Gefahr zu enttäuschen im Vorfeld hoch waren.