DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu steigenden Spritpreisen:
"Der Verkehr in der Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel der Ölprodukte seewärts verschifft wird, ist wegen des Kriegs im Iran zum Erliegen gekommen. Und auch erste Raffinerien, darunter die größte Saudi-Arabiens, mussten ihren Betrieb einstellen. Für steigende Spritpreise gibt es also objektiv gute Gründe. Trotzdem fühlen sich viele Verbraucher abgezockt. (.) Trotzdem sind die Abzocke-Vorwürfe zu kurz gegriffen. (.) Mehr als die Hälfte des Spritpreises machen Steuern und Abgaben aus (.). An diesen beiden Steuern etwas zu verändern, dürfte allerdings für die deutsche Regierung kaum möglich sein, auch weil sie zum Teil an EU-Vorgaben gebunden sind. Doch mit einer Maßnahme könnte die deutsche Regierung Verbraucher entlasten, sollte sich die Lage im Nahen Osten länger hinziehen (.): der Senkung der Mehrwertsteuer. Anstatt also mit dem Finger auf Tankstellenbetreiber zu zeigen, sollte die Politik selbst tätig werden."/yyzz/DP/stw