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Marvell: KI-Boom zündet – Aktie schießt um 17 Prozent hoch

Marvell: KI-Boom zündet – Aktie schießt um 17 Prozent hoch

6.3.2026 15:32:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.
Die Aktie von Marvell Technology hebt am Freitag kräftig ab. Ein überraschend starker Ausblick auf das KI-Geschäft sorgt für Euphorie an der Börse. Die Nachfrage nach maßgeschneiderten KI-Chips explodiert – und könnte dem Konzern in den kommenden Jahren Milliarden bescheren.

Marvell gehört am Freitag zu den größten Gewinnern an der Wall Street. Das Papier legt zeitweise rund 17 Prozent zu. Auslöser ist ein überraschend optimistischer Langfrist-Ausblick des Halbleiterkonzerns. Dieser unterstreicht vor allem eines: Der KI-Boom gewinnt weiter an Dynamik.

Marvell profitiert stark von der steigenden Nachfrage nach sogenannten ASICs – speziell entwickelten Chips für bestimmte Aufgaben. Diese sind im Vergleich zu klassischen Grafikprozessoren deutlich effizienter und werden zunehmend in großen KI-Rechenzentren eingesetzt.Besonders die großen Cloud-Konzerne treiben die Nachfrage an. Alphabet, Meta, Microsoft und Amazon wollen ihre Investitionen in KI-Infrastruktur in diesem Jahr auf mehr als 630 Milliarden Dollar steigern. Ein erheblicher Teil dieses Geldes fließt in Server, Netzwerke und Spezialchips – genau hier positioniert sich Marvell.

Der Chipentwickler erwartet, dass der Umsatz bis zum Geschäftsjahr 2028 auf rund 15 Milliarden Dollar steigt. Das entspricht einem Wachstum von fast 40 Prozent und liegt deutlich über den Analystenschätzungen von etwa 12,9 Milliarden Dollar. Bereits für 2027 stellt das Management mehr als 30 Prozent Wachstum und Erlöse von knapp elf Milliarden Dollar in Aussicht.

Vor allem das Datacenter-Geschäft entwickelt sich dynamisch. In diesem Segment stieg der Umsatz zuletzt um 21 Prozent auf 1,65 Milliarden Dollar und übertraf damit leicht die Erwartungen der Analysten. Treiber sind Hochgeschwindigkeits-Verbindungen für KI-Server sowie maßgeschneiderte KI-Prozessoren.Während Nvidia mit seinen Grafikprozessoren den KI-Boom dominiert, profitieren zunehmend auch andere Chipfirmen. Konkurrent Broadcom etwa erwartet im kommenden Jahr mehr als 100 Milliarden Dollar Umsatz mit KI-Chips.Marvell konzentriert sich dabei besonders auf Technologien, die Prozessoren, Speicher und Server mit extrem hoher Geschwindigkeit verbinden. Analysten sehen darin einen entscheidenden Baustein für immer größere KI-Cluster in den Rechenzentren der Hyperscaler.
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