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Original-Research: Smartbroker Holding AG (von Montega AG): Kaufen

Original-Research: Smartbroker Holding AG (von Montega AG): Kaufen

6.3.2026 08:47:25 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 5 min.

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Original-Research: Smartbroker Holding AG - von Montega AG

06.03.2026 / 09:47 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

Einstufung von Montega AG zu Smartbroker Holding AG

Unternehmen: Smartbroker Holding AG
ISIN: DE000A2GS609

Anlass der Studie: Update
Empfehlung: Kaufen
seit: 06.03.2026
Kursziel: 18,00 EUR
Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten
Letzte Ratingänderung: -
Analyst: Christian Bruns, CFA; Nicklas Frers

Fokus bleibt konsequent auf Wachstum - Altersvorsorgedepot als potenzieller
'Gamechanger'

Die Smartbroker Holding AG hat ihre vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr
2025 geliefert. Der Umsatz stieg um +33% auf 69 Mio. EUR (Vorjahr: 52 Mio.
EUR; Guidance: 65-70 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte
mit 0 Mio. EUR (Vorjahr: 9 Mio EUR) den Break-even-Punkt und lag damit
inmitten der Guidance von -1,5 bis 1,5 Mio EUR. Auch das Kundenwachstumsziel
(80 Tsd. Neukunden) konnte mit 77 Tsd. Neukunden nahezu erreicht werden. SB
hat in ihrem monatlichen KPI-Call Anfang März zudem die mittelfristigen
Ziele bekannt gegeben.

Fehlende PFOF-Umsätze durch Kostenstruktur kompensiert: Für das
Geschäftsjahr 2026 prognostiziert SB einen Konzernumsatz zwischen 66 bis 72
Mio. EUR sowie ein EBITDA erneut in der Spanne von -1,5 bis 1,5 Mio EUR.
Dass die Umsatzprognose für 2026 lediglich eine Seitwärtsbewegung zum
Vorjahr (2025: 69 Mio) vorsieht, ist auf das Payment-for-Order-Flow Verbot
ab Juli diesen Jahres zurückzuführen. Demnach fallen ab dem laufenden
Geschäftsjahr Umsätze im hohen einstelligen Millionen Bereich weg
(PFOF-Anteil am Umsatz: ca. 16%). Durch Maßnahmen der Kostenreduktion,
insbesondere verringerte Kosten pro Trade, wird der Umsatzrückgang jedoch
nahezu vollständig kompensiert werden. Bereits die ersten beiden Monate des
Geschäftsjahres stimmen positiv, da aufgrund der Rohstoff-Rally und der
geopolitischen Lage die Handelsaktivität bei SB deutlich zugenommen hat.
Positiv zu erwähnen ist auch, dass das Mediengeschäft mit einem Umsatz von
rund 28 Mio. Euro und einem EBITDA von rund 6 Mio. Euro eine hochprofitable
Basis bildet, die als stabiler Cashflow-Anker die notwendigen Spielräume für
die Wachstumsinitiativen im Brokerage-Segment sichert.

Investition in Wachstum: Die ergebnisseitige Guidance (EBITDA 2025: -1,5 bis
1,5 Mio EUR) zeigt, dass das Management bewusst den Gewinn von Marktanteilen
gegenüber kurzfristiger Profitabilität priorisiert. Dafür möchte das
Unternehmen ca. 12,5 Mio. EUR in das Marketing (Vorjahr: 10 Mio. EUR)
investieren, um das Ziel von 100 Tausend Neukunden in 2026 zu erreichen. Ab
2027 wird jährlich mit einem Neukundenwachstum von 130 Tausend Personen
gerechnet. Aktuell bezahlt SB pro Neukunde ca. 120 EUR an Customer
Acquisition Costs, wobei dieser pro Jahr eine durchschnittliche Rohmarge von
ca. 90 EUR beiträgt. Die operative Ertragskraft von SB wird durch die
massiven Wachstumsinvestitionen überlagert. Bereinigt um das Marketingbudget
für Neukundenakquise würde SB ein EBITDA (vor CAC) von 9 Mio. EUR in 2025
erzielen (SBe 2026: 13,6 Mio. EUR EBITDA vor CAC) und damit bereits eine
hohe Profitabilität ausweisen. Auch die technologische Entwicklung des SB+
wird weiter vorangetrieben. Bis zu 20 neue Mitarbeiter sollen die Themen IT,
Data und KI verstärken, um den Endkunden weitere Features anbieten zu können
und das Produkt wesentlich auszubauen. SB plant hierfür eine Aufstockung des
Budgets für IT-Investitionen und Personal von ca. 4 Mio. EUR ein.

Gamechanger Altersvorsorgedepot: Einen wesentlichen Upside-Faktor, der in
der aktuellen Guidance noch nicht enthalten ist, stellt das geplante
Altersvorsorgedepot dar. Laut SB könnten dadurch in den kommenden 5-10
Jahren ca. 30-40 Mio. neue Depots in Deutschland eröffnet werden. Sollte
dies wie erwartet im Frühjahr 2026 beschlossen werden und ab Januar 2027 in
Kraft treten, könnte dies in der zweiten Jahreshälfte 2026 deutlich
zusätzliche Marketinginvestitionen erfordern, um Smartbroker als einen der
führenden Akteure in diesem neuen Marktsegment zu positionieren. Unseres
Erachtens nach werden gerade Neobroker zu den 'Gewinnern' dieser politischen
Entscheidung zählen. Das Altersvorsorgedepot spielt Neobrokern nämlich
gleich zweifach in die Karten: Während die junge, digital-affine Zielgruppe
ohnehin bereits dort ihre Depots führt, sorgt die geplante Kostenobergrenze
dafür, dass die Profitabilität für dieses Produkt bei klassischen Vollbanken
massiv unter Druck gerät, wohingegen Neobroker aufgrund ihrer Skalierbarkeit
attraktive Margen erzielen können. Das Altersvorsorgedepot fungiert somit
als potenzieller 'Gamechanger', der zwar kurzfristig das EBITDA belasten
könnte, aber langfristig sowohl die Kundenbasis als auch das
Transaktionsvolumen und damit die Ertragskraft massiv steigern dürfte. Da in
der aktuellen Guidance das Altersvorsorgedepot noch nicht berücksichtigt
ist, könnte es nach Zustimmung der Politik durch SB deutliche Anpassungen
geben.

Fazit: Trotz der im Jahresvergleich unveränderten Guidance für 2026 bleibt
die Equity-Story von Smartbroker u.E. intakt. Die ausbleibenden PFOF-Umsätze
werden durch operative Kostensenkungen kompensiert. Das Management bleibt
seiner Wachstumsstrategie treu und reinvestiert konsequent in den Aufbau
seiner Kundenbasis, die Verbesserung der Plattform und den Ausbau von
Marktanteilen. Wir bestätigen unsere Kaufempfehlung mit einem unveränderten
Kursziel von 18,00 EUR.

+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss
bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS /
HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++

Über Montega:

Die Montega AG ist eine innovative Investment-Banking-Boutique mit klarem
Fokus auf den Mittelstand und agiert als Plattformanbieter für den Austausch
zwischen börsennotierten Unternehmen und institutionellen Investoren.
Montega erstellt hochwertiges Equity Research, veranstaltet vielfältige
Kapitalmarktevents im In- und Ausland und bietet eine umfassende
Unterstützung bei Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die Mission:
Emittenten und Investoren zusammenbringen und für Transparenz im
Börsenumfeld sorgen. Dabei konzentriert sich Montega auf jene
Marktteilnehmer, deren Sprache die Mittelstandsexperten am besten
beherrschen: Small- und MidCaps auf der einen sowie Vermögensverwalter,
Family Offices und Investment-Boutiquen mit einem Anlagefokus im
Nebenwertebereich auf der anderen Seite.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=5b1fd2094e72d4a2716728f051b0feae

Kontakt für Rückfragen:
Montega AG - Equity Research
Tel.: +49 (0)40 41111 37-80
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