ROSTOCK (dpa-AFX) - Die Staatsanwaltschaft Rostock geht dem Verdacht der Sabotage an Marine-Versorgungsschiffen nach. Die Ermittlungen sind laut Generalstaatsanwaltschaft Rostock auf Strafanzeigen der Marine im Februar und Oktober 2025 eingeleitet worden. Es seien Beschädigungen bzw. Manipulationen an schiffstechnischen oder elektrischen Anlagen festgestellt worden. Zuvor hatte der "Nordkurier" berichtet.
Die Verfahren haben demnach den Verdacht auf Sabotagehandlungen an Verteidigungsmitteln (§ 109e StGB) zum Gegenstand. Weitere Details nannte die Generalstaatsanwaltschaft nicht.
Anfang 2025 war bekanntgeworden, dass bei einem Minenjagdboot Kabelbäume durchtrennt worden waren. "Die Ermittlungen zu jenem Vorfall sind im letzten Jahr abgeschlossen worden, ohne dass ein Tatverdächtiger festgestellt werden konnte", schrieb ein Sprecher.
Marine-Inspekteur: Sabotage "auf mehr als einer Einheit"
Der Inspekteur der Marine, Jan Christian Kaack, hatte im vergangenen Jahr berichtet, Saboteure hätten in mehr als einem Fall gezielte Schäden an Kriegsschiffen in Deutschland angerichtet. Es gebe "auf mehr als einer Einheit Zerstörung, also Sabotage", sagte der Vizeadmiral.
Anfang Februar dieses Jahres wurde bekannt, dass Haftbefehle gegen zwei Männer vollstreckt worden sind. Sie sollen während ihrer Tätigkeit im Hamburger Hafen an mehreren Korvetten Sabotagehandlungen vorgenommen haben./chh/DP/men