BERLIN (dpa-AFX) - Die SPD führt ihr historisch schlechtes Wahlergebnis in Baden-Württemberg weniger auf Inhalte als auf ungünstige Umstände zurück. Man habe "einen richtigen Kompass" und wolle auch weiter auf die Themen Bezahlbarkeit, Wirtschaft und Arbeitsplätze setzen, sagte Generalsekretär Tim Klüssendorf. Problem sei gewesen, dass die Wähler diese Themen nicht mit der SPD verbunden hätten. "Uns wird zu wenig zugetraut, dass wir die Kraft sind, die am Ende wirklich die Arbeitsplätze in Deutschland sichert", sagte Klüssendorf.
Die SPD bringe immer wieder wichtige Themen in die politische Debatte, bekomme sie auch durch, sei ein Treiber. Das in Wählerstimmen zu übersetzen, funktioniere aber nicht ausreichend. Die SPD müsse stärker zeigen, dass sie die Partei für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sei. Eine weitere Schlussfolgerung aus der Landtagswahl für die Bundesebene sei, dass Reformen nun angepackt werden müssten. Als Beispiele nannte er das Rentensystem und den Bundeshaushalt./tam/DP/stw