FRANKFURT (dpa-AFX) - Die massive Zwischenerholung vom Montagmittag bleibt zunächst ein Strohfeuer in den Wirren des Iran-Kriegs. Am Dienstag zeichnet sich jedenfalls wieder ein deutlicher Rückschlag ab. Der Broker IG taxierte den Dax am siebzehnten Handelstag nach Kriegsausbruch zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Start 1,1 Prozent tiefer auf 22.404 Punkte.
Am Montag war der Dax mit 21.863 Punkten zunächst auf einen Tiefpunkt seit April 2025 abgesackt, bevor eine Kurznachricht des US-Präsidenten auf seiner Plattform Truth Social für Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende und eine entsprechende Erholungsrally sorgte.
Der Dax schoss innerhalb weniger Minuten um mehr als 1.200 Punkte oder rund sechs Prozent nach oben; der Ölpreis tauchte unter die 100-Dollar-Marke ab. Bei anschließend widersprüchlicher Nachrichtenlage ebbte die Euphorie jedoch schnell ab, es blieb allenfalls ein zarter Hoffnungsschimmer.
Inzwischen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai wieder fast 104 Dollar. Und der Ölpreis mit seinen Auswirkungen auf die Inflation und seiner Signalwirkung für die Konjunkturerwartungen bleibt das Zünglein an der Waage.
Die Anleger fürchten dabei weniger kurzfristige Spitzen als einen über lange Zeit zu hohen Ölpreis - wie seit inzwischen etwa vier Wochen Iran-Krieg./ag/zb