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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax trotzt Ölpreisanstieg zu Wochenbeginn

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax trotzt Ölpreisanstieg zu Wochenbeginn

30.3.2026 15:54:51 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 3 min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gestützt von vagen Hoffnungen auf Fortschritte im Krieg im Nahen Osten ist der deutsche Aktienmarkt mit Gewinnen in die neue Börsenwoche gegangen. Der Dax stieg am Montag um 1,18 Prozent auf 22.562,88 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte schloss mit 0,52 Prozent im Plus bei 27.800,49 Zählern.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, die Vereinigten Staaten führten "ernsthafte Gespräche mit einer neuen und vernünftigeren Regierung" im Iran, um die Militäroperation zu beenden. Es seien "große Fortschritte erzielt" worden. Sollte es jedoch keine Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Straße von Hormus geben, drohte er dem Iran mit massiven Angriffen und der Zerstörung der Energie-Infrastruktur des Landes.

Am derzeit maßgeblichen Ölmarkt zeichnet sich indes keine Entspannung ab. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni stieg auf über 107 Dollar. Der Ölpreis bleibt der wichtigste Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger.

Letztere dürften angesichts der aktuellen Preisdaten aus Deutschland nicht gerade kleiner werden: Mit dem Iran-Krieg und dem Ölpreisschock stiegen die Verbraucherpreise im März um 2,7 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Im Februar hatte die Teuerungsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen.

An anderen wichtigen Börsen in Europa ging es am Montag ebenfalls aufwärts. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,65 Prozent auf 5.541,79 Punkte. Außerhalb des Euroraums stieg der Züricher SMI um 0,8 Prozent, der Londoner FTSE legte noch stärker zu. In New York stieg der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,8 Prozent.

Die Aktien von Suss Microtec brachen zunächst um mehr als 18 Prozent ein, verringerten das Minus am Ende aber auf 6,3 Prozent. Analyst Janardan Menon von der US-Bank Jefferies sprach von einem Übergangsjahr mit sinkenden Einnahmen und höheren Kosten.

Für die Papiere von RTL ging es um 2,7 Prozent nach oben. Im Fokus stand ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach der Medienkonzern Zugeständnisse bei der geplanten Übernahme von Sky Deutschland machen will. RTL will das Streaming-Geschäft unter der Marke "RTL+" stärken und mit Sky neben den TV-Sendern auch die Streaming-Aktivitäten bündeln. Die EU-Kommission prüft zurzeit den Zusammenschluss.

Der zuletzt kräftig erholte Zuckerpreis sorgte bei den Anteilscheinen von Südzucker für eine Kurs-Rally von fast 16 Prozent. Damit erklommen sie den höchsten Stand seit September 2024. Hinzu kam eine neue Kaufempfehlung von MWB Research.

Die Enttäuschung an der Börse über das Gewinnziel von Wüstenrot & Württembergische vom Freitag setzte sich am Montag mit einem Kursrückgang von fast 6 Prozent fort. Die Papiere fielen zeitweise auf den niedrigsten Stand seit September 2025./bek/he

Von Benjamin Krieger, dpa-AFX