Viscom SE: Schwaches Marktumfeld belastete Geschäftsjahr 2025 - Stabilisierung und Ergebnisverbesserung für 2026 erwartet
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Viscom SE: Schwaches Marktumfeld belastete Geschäftsjahr 2025 -
Stabilisierung und Ergebnisverbesserung für 2026 erwartet
31.03.2026 / 08:00 CET/CEST
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Viscom SE: Schwaches Marktumfeld belastete Geschäftsjahr 2025 -
Stabilisierung und Ergebnisverbesserung für 2026 erwartet
Auftragseingang: 80.982 TEUR (Vj.: 75.050 TEUR, +7,9 %)
Umsatz: 81.705 TEUR (Vj.: 84.082 TEUR, -2,8 %)
EBIT: -1.815 TEUR (Vj.: -11.818 TEUR)
Hannover, 31. März 2026 - Die Viscom SE (ISIN DE0007846867), europäischer
Marktführer für automatische optische und röntgentechnische
Inspektionssysteme in der Elektronikindustrie, bewegte sich im Geschäftsjahr
2025 weiterhin in einem anspruchsvollen und von strukturellen Veränderungen
geprägten Marktumfeld. Die anhaltend verhaltene Nachfrage in wesentlichen
Absatzmärkten blieb dabei deutlich spürbar. Insbesondere die
Nachfrageschwäche der europäischen und nordamerikanischen Automobilindustrie
beeinflusste die Geschäftsentwicklung der Viscom SE im Berichtsjahr. Auch
der Bereich der Batterieinspektion konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die
Erwartungen des niedersächsischen Maschinenbauunternehmens nicht erfüllen.
Kunden erteilten der Viscom SE im Gesamtjahr 2025 mit 80.982 TEUR rund 8 %
mehr Aufträge im Vergleich zum Vorjahr (Vj.: 75.050 TEUR). Das Unternehmen
erreichte den vom Management prognostizierten Korridor von 80 bis 90 Mio. EUR
und bestätigt damit die grundsätzliche Tragfähigkeit der Marktbearbeitungs-
und Vertriebsstrategie. Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 81.705 TEUR,
dies entspricht einem Rückgang von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr (Vj.: 84.082
TEUR). Die Umsatzentwicklung bewegte sich innerhalb der prognostizierten
Bandbreite von 80 bis 90 Mio. EUR und spiegelt die zunehmende Wirkung der
eingeleiteten strategischen Maßnahmen wider.
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) betrug -1.815 TEUR (Vj.:
-11.818 TEUR) und lag somit unterhalb des prognostizierten Rahmens in Höhe von
1,6 bis 4,5 Mio. EUR. Belastet wurde das EBIT jedoch schwerpunktmäßig durch
gestiegene Materialaufwendungen, durch zusätzlich zu bildende
Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 619 TEUR (Vj.: 229 TEUR) sowie durch
Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von 948 TEUR (Vj.: 370 TEUR). Der
Materialaufwand erhöhte sich - auch aufgrund des geänderten Produktmixes
sowie der gebildeten Wertberichtigungen - um 3.991 TEUR auf 29.407 TEUR (Vj.:
25.416 TEUR). Der Personalaufwand in Höhe von 35.347 TEUR lag um 8.202 TEUR
insbesondere aufgrund der geringeren durchschnittlichen Anzahl der
beschäftigten Mitarbeiter bedingt durch die in 2024 durchgeführten
Personalanpassungsmaßnahmen unter dem Wert des Vorjahres (Vj.: 43.549 TEUR).
Im Vorjahr wirkten sich Einmaleffekte für Restrukturierungsaufwendungen im
Zusammenhang mit den Personalabbaumaßnahmen für Abfindungen und
Freistellungen von 4.723 TEUR aus. Ergebnisentlastend schlug sich der Rückgang
der Abschreibungen um 452 TEUR auf 6.335 TEUR (Vj.: 6.787 TEUR) im Jahresergebnis
nieder. Ergebnisbelastend wirkte sich die Verringerung der sonstigen
betrieblichen Erträge (1.363 TEUR; Vj.: 1.765 TEUR) um 402 TEUR aus. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen lagen auf dem Niveau des Vorjahres (12.646 TEUR;
Vj.: 12.661 TEUR) und wurden insbesondere durch Aufwendungen aus
Währungsdifferenzen negativ beeinflusst. Ergebnisentlastend wirkten sich die
um 1.816 TEUR geringeren Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 204 TEUR
(Vj.: 2.020 TEUR) aus. Der größte Teil der gebildeten Wertberichtigung auf
Forderungen im Jahr 2025 entfiel auf die vollständige Wertberichtigung der
Forderungen gegen einen Kunden aus dem Batterie-Bereich, welcher sich in
einem Insolvenzverfahren befindet. Der größte Teil dieser Forderungen wurde
bereits im Geschäftsjahr 2024 wertberichtigt. Die EBIT-Marge belief sich auf
-2,2 % (Vj.: -14,1 %) und lag damit ebenfalls deutlich unter dem
prognostizierten Korridor von 2 bis 5 %. Das Periodenergebnis belief sich
auf -5.625 TEUR (Vj.: -9.629 TEUR).
Die strategischen Zielsegmente von Viscom - elektronische Baugruppen (SMT),
industrielle Anwendungen sowie die Inspektion von Devices, Mikroelektronik
und Batteriezellen - bieten langfristig attraktive Wachstumspotenziale.
Darauf aufbauend verfolgt das Management eine klare strategische Agenda: die
weitere Stärkung der Sicherheit und Zuverlässigkeit kritischer Bauteile, die
Erschließung neuer Märkte und Anwendungen sowie die nachhaltige
Positionierung von Viscom als Technologieführer in der automatisierten
Inspektion. Viscoms Anspruch ist es, die in den vergangenen Jahren
geschaffenen strukturellen und technologischen Voraussetzungen konsequent in
profitables Wachstum zu überführen. Die Innovationskraft, die Nähe zu den
Kunden und vor allem das Engagement und die Kompetenz der Mitarbeitenden
sind dafür die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Mit dieser gemeinsamen Stärke
sieht der Vorstand Viscom gut vorbereitet, die kommenden Herausforderungen
zu meistern und langfristig Wachstum zu schaffen.
Vor dem Hintergrund der allgemeinen Markttrends und Branchenindikatoren für
das Jahr 2026 wird das aktuelle Geschäftsjahr für Viscom weniger von
dynamischem Wachstum als vielmehr von Konsolidierung, Effizienzsteigerung
und strategischer Weiterentwicklung geprägt sein. Das Unternehmen hat
frühzeitig in zukunftsorientierte Technologien, digitale Lösungen und neue
Geschäftsmodelle investiert und ist gut positioniert, um von einer
allmählichen Markterholung zu profitieren und seine Wettbewerbsfähigkeit
nachhaltig zu stärken. Insgesamt bietet das Jahr 2026 die Chance, die
Grundlagen für ein künftiges Wachstum zu festigen, auch wenn das Marktumfeld
weiterhin durch Unsicherheit und strukturellen Wandel gekennzeichnet bleibt.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Viscom einen Auftragseingang und einen
Zielumsatz von 80 bis 90 Mio. EUR, bei einer EBIT-Marge zwischen 2 und 5 %.
Dies entspricht einem EBIT in Höhe von 1,6 bis 4,5 Mio. EUR.
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Viscom-Unternehmenskultur.
Die Viscom SE veröffentlicht daher freiwillig eine nichtfinanzielle
Erklärung, um ihre Stakeholder über alle Aktivitäten der Viscom SE in den
Bereichen Umwelt, Soziales sowie guter Unternehmensführung zu unterrichten.
Die nichtfinanzielle Erklärung ist jedoch nicht Bestandteil des
Geschäftsberichts 2025 der Viscom SE und wird gesondert auf der
Unternehmenswebseite www.viscom.com unter der Rubrik
Unternehmen/Profil/Nachhaltigkeit zum Download zu finden sein.
Der vollständige Bericht für das Geschäftsjahr 2025 der Viscom SE steht ab
heute ebenfalls auf der Unternehmenswebseite www.viscom.com unter der Rubrik
Unternehmen/Investor Relations/Finanzberichte zum Download zur Verfügung.
KONZERN-KENNZAHLEN
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 01.01.-31.12.202- 01.01.-31.12.202-
5 4
Umsatzerlöse T- 81.705 84.082
EUR
EBIT T- -1.815 -11.818
EUR
EBIT-Marge % -2,2 -14,1
Periodenergebnis T- -5.625 -9.629
EUR
Ergebnis je Aktie EUR -0,61 -1,06
Mitarbeiter zum 31. Dezember 459 528
Konzern-Bilanz 31.12.2025 31.12.2024
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte T- 59.810 58.291
EUR
Langfristige Vermögenswerte T- 30.838 36.354
EUR
Gesamtvermögen T- 90.648 94.645
EUR
Passiva
Kurzfristige Schulden T- 35.585 30.468
EUR
Langfristige Schulden T- 11.041 13.494
EUR
Eigenkapital T- 44.022 50.683
EUR
Gesamtkapital T- 90.648 94.645
EUR
Eigenkapitalquote % 48,6 53,6
Konzern-Kapitalflussrechnung 01.01.-31.12.202- 01.01.-31.12.202-
5 4
Cashflow aus betrieblicher T- -1.936 25.143
Tätigkeit EUR
Cashflow aus Investitionstätigkeit T- -1.838 -4.100
EUR
Cashflow aus T- 2.440 -20.992
Finanzierungstätigkeit EUR
Finanzmittelbestand zum 31. T- 3.908 5.530
Dezember EUR
SEGMENTINFORMATIONEN
2025 2024
EUROPA
Umsatzerlöse TEUR 46.849 49.869
EBIT TEUR -3.495 -13.011
EBIT-Marge % -7,5 -26,1
AMERIKA
Umsatzerlöse TEUR 10.681 12.589
EBIT TEUR 189 590
EBIT-Marge % 1,8 4,7
ASIEN
Umsatzerlöse TEUR 24.175 21.624
EBIT TEUR 653 -24
EBIT-Marge % 2,7 -0,1
Konsolidierungseffekte EBIT TEUR 838 627
Über Viscom
Die Viscom SE entwickelt, fertigt und vertreibt hochwertige
Inspektionssysteme. Das Portfolio umfasst die komplette Bandbreite der
optischen Inspektion und Röntgenprüfung. Im Bereich der Baugruppeninspektion
für die Elektronikfertigung gehört das Unternehmen zu den führenden
Anbietern weltweit. Die Systeme von Viscom lassen sich kundenspezifisch
konfigurieren und miteinander vernetzen. Hauptsitz und Fertigungsstandort
ist Hannover. Mit einem großen Netz aus Niederlassungen,
Applikationszentren, Servicestützpunkten und Repräsentanten ist Viscom
international vertreten. Gegründet 1984 notiert die Viscom SE seit 2006 an
der Frankfurter Wertpapierbörse (ISIN: DE0007846867). Weitere Informationen
finden Sie unter www.viscom.com.
Soweit diese Meldung Prognosen oder Erwartungen enthält oder Aussagen die
Zukunft betreffen, können diese Aussagen mit Risiken und Ungewissheiten
behaftet sein. Daher können wir nicht garantieren, dass die Erwartungen sich
auch als richtig erweisen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen
können wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu
den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter
anderem Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der
Wettbewerbssituation, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, nationale und
internationale Gesetzesänderungen. Die Gesellschaft übernimmt keine
Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu
aktualisieren.
Kontakt:
Viscom SE
Investor Relations
Sandra Liedtke
Carl-Buderus-Str. 9-15
30455 Hannover
Tel.: +49-511-94996-791
Fax: +49-511-94996-555
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E-Mail: investor.relations@viscom.de
Internet: www.viscom.com
ISIN: DE0007846867
WKN: 784686
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard),
Hannover; Freiverkehr in Düsseldorf, München,
Stuttgart, Tradegate BSX
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