BUENOS AIRES (dpa-AFX) - Trotz der strengen Sparpolitik des ultraliberalen Präsidenten Javier Milei ist die Armut in Argentinien offiziellen Angaben zufolge auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren gesunken. Wie die staatliche Statistikbehörde Indec mitteilte, galten im zweiten Halbjahr 2025 rund 28,2 Prozent der Argentinier als arm - im Vergleich zu 38,1 Prozent ein Jahr zuvor.
In dem südamerikanischen Land leben rund 13 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze. Der Anteil der extrem Armen ist laut Indec auf 6,3 Prozent zurückgegangen. Das sind 1,9 Prozentpunkte weniger als im zweiten Halbjahr 2024. Der Rückgang der Armut ist nach Einschätzung von Experten unter anderem auf die gesunkene Inflation zurückzuführen.
Milei ist seit Dezember 2023 an der Macht. Als er die Regierung übernahm, waren 41,7 Prozent der Menschen in Argentinien von Armut betroffen. In den ersten Monaten seiner Regierung stieg die Armut zunächst auf mehr als die Hälfte der Bevölkerung deutlich an, nachdem er Sozialprogramme und Subventionen gekürzt hatte./aso/DP/zb