TEL AVIV (dpa-AFX) - Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmaßliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert. Das Werk, das sich als ziviles Unternehmen ausgegeben habe, habe dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, behauptete die Armee in der Nacht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete.
Fentanyl ist ein Narkosemittel. Es gelte in hohen Dosen als hochgiftig, hieß es. Die Firma habe "diese tödliche Substanz" wissentlich und systematisch an eine Organisation des iranischen Verteidigungsministeriums geliefert, die sie für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen nutzte, erklärte Israels Armee./ln/DP/zb