DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Finanzverwaltung NRW setzt jetzt flächendeckend Künstliche Intelligenz (KI) bei der Bearbeitung von Einkommensteuer-Erklärungen ein. Laut einer Sprecherin des Finanzministeriums sollen damit hunderttausende Fälle schneller bearbeitet werden.
"Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das Künstliche Intelligenz im Risikomanagement bei der Bearbeitung von Arbeitnehmer-Einkommensteuererklärungen konsequent in die Fläche bringt", hieß es aus dem Finanzministerium. Die Software sei im hauseigenen Rechenzentrum entwickelt worden.
"800.000 weniger Prüfhinweise"
"Die KI unterstützt die Auswahl, welche Fälle und Sachverhalte wirklich prüfungsbedürftig sind", so das Finanzministerium: "Landesweit rechnen wir im neuen Jahr mit rund 800.000 weniger Prüfhinweisen, weil die Künstliche Intelligenz gleichzeitig auch Fälle mit geringem Risiko anhand gut nachvollziehbarer Muster treffsicher identifiziert. Diese werden automatisiert verarbeitet - und damit noch schneller abgeschlossen."
Bürger sollen nach Angaben des Ministeriums dadurch schneller ihre Bescheide bekommen und das Personal in den Finanzämtern habe so mehr Zeit, sich um komplexe Fälle zu kümmern./ola/DP/zb