BERLIN (dpa-AFX) - Umweltorganisationen verlangen eine raschere Abkehr von Öl und Gas. Der Iran-Krieg und seine Folgen zeigten, wie abhängig Deutschland weiter vom Import fossiler Energieträger sei, schreiben die Organisationen in einem Forderungspapier, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. "Wie in der Energiekrise 2022 in Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine heizen unsere Abhängigkeiten Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit an."
Unterzeichner sind der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, die Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch, Greenpeace, der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der WWF.
Als Konsequenz fordern die Organisationen unter anderem den Ausbau erneuerbarer Energien. Gebäude sollten aus ihrer Sicht besser energetisch saniert und der Umstieg auf klimafreundliche Heizungen wie Wärmepumpen gesichert werden. Verträge und Anlagen dürften nicht zum langfristigen Import von Flüssigerdgas (LNG) führen.
Verbrenner-Pkw und Plug-in-Hybride dürften ab dann nicht mehr neu zugelassen werden, außerdem benötige man ein Tempolimit auf Autobahnen und die Senkung der Höchstgeschwindigkeit für Pkw auf Landstraßen. Bahn und öffentlicher Nahverkehr sollen deutlich ausgebaut werden, Industrieprozesse auf die Nutzung von Strom umgestellt werden. Subventionen für fossile Energieträger müssten abgebaut werden./hrz/DP/zb