Lenzing nimmt 14-MW-Power-to-Heat-Anlage in Betrieb und stärkt Netz- und Wärmemanagement
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Lenzing nimmt 14-MW-Power-to-Heat-Anlage in Betrieb und stärkt Netz- und
Wärmemanagement
08.04.2026 / 09:05 CET/CEST
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Lenzing nimmt 14-MW-Power-to-Heat-Anlage in Betrieb und stärkt Netz- und
Wärmemanagement
* Die Inbetriebnahme der 14-MW-Power-to-Heat-Anlage verbindet Klimaschutz,
Wirtschaftlichkeit und Systemstabilität und zeigt den Weg für moderne
industrielle Energieversorgung
* Erneuerbarer Strom wird zu Prozesswärme - Anlage stabilisiert das
österreichische Stromnetz durch Teilnahme am Regelenergiemarkt
* Gemeinschaftsprojekt von Lenzing und VERBUND setzt technologischen
Maßstab für die industrielle Wärmewende
Lenzing, 08. April 2026 - Die Lenzing Gruppe hat eine neue
Power-to-Heat-Anlage (P2H) mit einer elektrischen Leistung von 14 Megawatt
in Betrieb genommen. Die Anlage wandelt erneuerbaren Strom direkt in
Prozesswärme um, ist in den bestehenden Wärmeverbund des Industriestandorts
integriert und bildet einen wichtigen Baustein für eine fossilfreie
Wärmeversorgung. Als Projektpartner verantwortete VERBUND die
energiewirtschaftliche Einbindung und übernimmt die Anlage für die
Vermarktung von Regelenergie, wodurch sie flexibel auf kurzfristige
Stromnetzschwankungen reagieren kann. Die P2H-Anlage zählt zu den
leistungsstärksten ihrer Art im österreichischen Industriesektor und
stabilisiert das Stromsystem, indem sie überschüssige erneuerbare Energie in
nutzbare Prozesswärme umwandelt.
Die Anlage kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn Wind- und Solarstrom das
Netz stark belasten und die Preise sinken. In solchen Momenten kann sie
innerhalb kürzester Zeit hochfahren, erneuerbaren Strom aufnehmen und ihn
direkt dem Wärmeverbund zuführen. Dadurch wird das österreichische Stromnetz
entlastet, das Abregeln erneuerbarer Stromerzeugung reduziert und
gleichzeitig die Versorgungssicherheit am Standort erhöht. Der flexible
Einsatz ermöglicht es Lenzing, günstige erneuerbare Energie wirtschaftlich
optimal zu nutzen. Gleichzeitig können Brennstoffe - einschließlich fossiler
Energieträger - ersetzt und CO-Emissionen wirksam reduziert werden.
"Die neue Power-to-Heat-Anlage zeigt, wie industrielle Dekarbonisierung
konkret umgesetzt werden kann - technologisch anspruchsvoll, wirtschaftlich
sinnvoll und mit klarer Wirkung für den Standort", sagt Georg Kasperkovitz,
Mitglied des Vorstandes der Lenzing Gruppe.
Das Projekt wurde in enger Partnerschaft zwischen Lenzing und VERBUND
umgesetzt. Lenzing verantwortete die technische Auslegung, die Errichtung
und die vollständige Integration der Anlage in das Energie- und
Wärmemanagementsystem des Standorts. VERBUND brachte seine Kompetenzen in
den Bereichen Infrastruktur, Energievermarktung und Marktrolle ein, bindet
die Anlage in den österreichischen Regelenergiemarkt ein und stellt sicher,
dass sie optimal im Stromsystem eingesetzt wird. Darüber hinaus setzt
VERBUND am Standort Lenzing bereits seit mehreren Jahren Projekte im Bereich
erneuerbarer Energie um, darunter Photovoltaikanlagen sowie
E-Ladeinfrastruktur und trägt damit zu einem ganzheitlichen Ansatz der
industriellen Dekarbonisierung bei.
"Die Partnerschaft mit Lenzing unterstreicht eindrucksvoll, welches
Potenzial in der engen Zusammenarbeit zwischen Industrie und
Energiewirtschaft liegt. Durch die Integration der Power-to-Heat-Anlage in
den Regelenergiemarkt werden industrielle Prozesse aktiv Teil eines
flexiblen Energiesystems. Solche Lösungen sind entscheidend, um erneuerbare
Energie optimal zu nutzen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit
nachhaltig zu stärken", betont Michael Strugl, Vorstandsvorsitzender der
VERBUND AG.
Mit der Inbetriebnahme der 14-MW-Power-to-Heat-Anlage erschließt Lenzing
zusätzliche Potenziale für eine klimafreundliche und zukunftsorientierte
Produktion. Die neue Anlage erhöht die Flexibilität im Energieeinsatz,
stärkt das Wärmemanagement, nutzt erneuerbare Energie effizient und leistet
einen wichtigen Beitrag zur industriellen Wärmewende und zur langfristigen
Umsetzung klimaneutraler Produktionspfade.
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Über die Lenzing Gruppe
Die Lenzing Gruppe steht für eine verantwortungsbewusste Herstellung
von Spezial- und Premiumfasern basierend auf regenerierter Cellulose.
Mit ihren innovativen Produkt- und Technologielösungen ist Lenzing
Partner der globalen Textil- und Vliesstoffhersteller und Treiber
zahlreicher neuer Entwicklungen. Die hochwertigen Fasern der Lenzing
Gruppe sind Ausgangsmaterial für eine Vielzahl von Textil-Anwendungen
- von funktionaler, bequemer und modischer Bekleidung hin zu
langlebigen und nachhaltigen Heimtextilien. Die TÜV-zertifizierten
biologisch abbaubaren und kompostierbaren Lenzing Fasern eignen sich
auch hervorragend für den anspruchsvollen Einsatz in
Hygiene-Anwendungen des täglichen Lebens.
Das Geschäftsmodell der Lenzing Gruppe geht weit über jenes eines
klassischen Faserherstellers hinaus. Gemeinsam mit ihren Kunden und
Partnern entwickelt sie innovative Produkte entlang der
Wertschöpfungskette, die einen Mehrwert für Konsumentinnen und
Konsumenten schaffen. Die Lenzing Gruppe strebt eine effiziente
Verwendung und Verarbeitung aller Rohstoffe an und bietet Lösungen für
die Umgestaltung der Textilindustrie vom gegenwärtigen linearen
Wirtschaftssystem zu einer Kreislaufwirtschaft. Um das Engagement zur
Begrenzung des menschengemachten Klimawandels an den Zielen des
Übereinkommens von Paris auszurichten, hat Lenzing einen klaren,
wissenschaftlich fundierten Klimaaktionsplan, der eine deutliche
Reduktion der Treibhausgasemissionen (Scope 1, 2 und 3) bis 2030 und
ein Netto-Null-Ziel bis 2050 vorsieht.
Daten und Fakten Lenzing Gruppe 2025
Umsatz: EUR 2,60 Mrd.
Nennkapazität (Fasern): 1.110.000 Tonnen
Mitarbeiter/innen (Vollzeitäquivalente): 7.738
TENCEL(TM), LENZING(TM) ECOVERO(TM), VEOCEL(TM), LENZING(TM) und REFIBRA(TM) sind Marken
der Lenzing AG.
Über VERBUND
VERBUND ist Österreichs führendes Energieunternehmen und einer der größten
Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. Rund 95 Prozent des Stroms erzeugt
das Unternehmen aus erneuerbaren Energien, vorwiegend Wasserkraft. VERBUND
handelt in 12 Ländern mit Strom und erzielte 2025 mit rund 4.400
Mitarbeiter:innen ein Konzernergebnis von rund 1.489 Mio. Euro und ein
EBITDA von rund 2.737 Mio. Euro. Mit Tochterunternehmen und Partnern ist
VERBUND von der Stromerzeugung über den Transport bis zum internationalen
Handel und Vertrieb aktiv. Seit 1988 notiert VERBUND an der Börse Wien, 51 %
des Aktienkapitals besitzt die Republik Österreich. Weitere Informationen:
www.verbund.com
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