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SAP und die KI-Sorgen: Neue Tiefs drohen

SAP und die KI-Sorgen: Neue Tiefs drohen

9.4.2026 09:32:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.

Die Aktie des Software-Riesen SAP verzeichnet am Donnerstag erneut Einbußen. Zur Stunde verliert der Titel knapp vier Prozent an Wert und nähert sich damit wieder den Ende März markierten Mehrjahrestiefs an. Anleger sorgen sich weiterhin um negative Einflüsse auf das Geschäftsmodell der Walldorfer durch den Megatrend Künstliche Intelligenz (KI).

Der Abschwung der Software-Aktie hatte bereits deutlich vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar begonnen. Seit dem Rekordhoch bei gut 283 Euro im Februar 2025 hat sich der Blue Chip in etwa halbiert.

Die Softwarebranche leidet besonders unter den Anlegersorgen vor einer Verdrängung durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). JPMorgan-Analyst Toby Ogg sieht in den Aussagen des Konzernchefs Christian Klein in der Financial Times einen weiteren Beleg für die Veränderungen am Geschäftsmodell von SAP.

Klein habe die Anleger auf "kurzfristige Schmerzen" eingestellt. KI ersetze Unternehmenssoftware zwar nicht, zwinge die Unternehmen aber, deutlich mehr zu tun. Klein habe einen Vergleich gezogen zwischen dem aktuellen Wandel durch KI und der Wanderung in die Cloud vor sechs Jahren, so Ogg. Auch damals habe man zunächst geringere Margen hinnehmen müssen.

Ogg hält Änderungen am Geschäftsmodell für den richtigen Weg, um langfristig relevant zu bleiben, auch wenn sie zunächst mit größeren Schwankungen einhergehen dürften.

Aus charttechnischer Sicht ist nun wichtig, dass die SAP-Aktie die März-Tiefs bei gut 142 Euro verteidigen kann. Ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Unterstützungszone könnte für weiteren Abgabedruck sorgen.

Enthält Material von dpa-AFX

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