Die Erholung an den Finanzmärkten hat zuletzt auch bei VeriSign für neuen Schwung gesorgt. Der dynamische, zugleich aber vielen Anlegern noch immer kaum bekannte Titel rückt damit verstärkt in den Fokus. Dabei hat VeriSign seit Jahren einen prominenten Ankerinvestor: Warren Buffetts Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway.
VeriSign ist das unsichtbare Rückgrat des modernen Internets. Das US-Unternehmen fungiert als exklusiver Registerbetreiber für die weltweit wichtigsten Top-Level-Domains, darunter vor allem .com und .net. Jede registrierte Internetadresse mit diesen Endungen spült feste Gebühren in die Kassen des Konzerns. Durch diese quasi-monopolistische Stellung im Bereich der globalen Netz-Infrastruktur profitiert VeriSign von planbaren, wiederkehrenden Umsätzen und einer herausragenden operativen Marge, die im Tech-Sektor nahezu ihresgleichen sucht.
Die operative Marge des Unternehmens beläuft sich aktuell auf starke 68 Prozent und pendelt über die letzten fünf Jahre stabil in einem Korridor zwischen 64 und 69 Prozent. Da die technische Infrastruktur für die Verwaltung dieser Domains weitgehend fix ist, wandert jeder zusätzliche Umsatz fast direkt in den operativen Gewinn. Bei solchen Aussichten ist es kein Wunder, dass sich die Papiere im Portfolio von Warren Buffetts Holding Berkshire Hathaway befinden.
In einem von wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägten Umfeld schätzen Investoren diese stabilen Cashflows. Aus charttechnischer Sicht hat sich die Aktie nach der Konsolidierung bis in den Februar hinein wieder gefangen und zieht seit einigen Wochen dynamisch an. Im Wochenverlauf meisterte das Papier auch den Sprung über die 200-Tage-Linie, die aktuell bei rund 257 Dollar verläuft und nun als zusätzlicher Support fungiert.