Der Konzern aus Paris erzielte in den ersten drei Monaten einen Umsatz von 19,12 Milliarden Euro. Damit blieb LVMH hinter der Konsensschätzung von 19,6 Milliarden Euro zurück. Das organische Wachstum belief sich auf lediglich ein Prozent, während Experten ein Plus von knapp zwei Prozent prognostiziert hatten.
Besonders die Schlüsselsparte Mode und Lederwaren enttäuschte: Hier sank der organische Umsatz um zwei Prozent, was deutlich schlechter ausfiel als die erwartete Stagnation. Unbereinigt brach der Erlös in dieser wichtigsten Sparte sogar um neun Prozent auf 9,2 Milliarden Euro ein. Der Konzern machte unter anderem den Konflikt im Nahen Osten für einen negativen Effekt von rund einem Prozent auf das organische Quartalswachstum verantwortlich.
Einzig der US-Markt lieferte mit einem organischen Plus von drei Prozent einen Lichtblick und schlug die Analystenerwartungen von 2,9 Prozent leicht. In Europa und Japan stützte die lokale Nachfrage das Ergebnis, konnte jedoch die geringeren Ausgaben von Touristen nicht vollständig kompensieren.Die Sparte Wein und Spirituosen zeigte sich mit einem organischen Zuwachs von fünf Prozent zwar resilient, doch das berichtete Minus von sechs Prozent beim Gesamtumsatz verdeutlicht die negativen Währungseffekte, die das Konzernergebnis mit sieben Prozent belasteten.Die LVMH-Aktie sackte nachbörslich um knapp drei Prozent auf 470 Euro ab. Damit wurde die wichtige Unterstützung bei 475 Euro unterschritten. Technisch betrachtet bleibt das Papier angeschlagen, da es weiterhin unter dem GD50 bei 510,40 Euro notiert. Erst eine Rückkehr über diese Marke würde das kurzfristige Bild aufhellen. Nach unten bietet der Bereich um 450 Euro die nächste nennenswerte Auffangzone.