DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Iran/Donald Trump:
"Die Verhandlungsposition Teherans ist komfortabel. Die theokratischen Führer haben einen Hebel für sich entdeckt, der möglicherweise wirkmächtiger ist als jede Atombombe: die Macht über die Straße von Hormus. Die Mullahs haben gelernt, dass sie mit einer Blockade der Meerenge einen Angebotsschock auf den Weltenergiemärkten auslösen können. (.) Trump hat das Regime in eine Verhandlungsposition hineingebombt, von der es vor wenigen Wochen nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Ein weltwirtschaftlich völlig unbedeutender Staat hat ein geoökonomisches Machtmittel in der Hand, mit dem er im US-Wahlkampf zu den Zwischenwahlen im November eine wichtige Rolle spielen kann. Denn die von Trump beschworene Energie-Autarkie bringt den USA wenig, solange der Iran die Preise auf den Weltenergiemärkten mehr oder weniger diktieren kann. Und auf nichts reagiert der amerikanische Wähler so sensibel wie auf steigende Inflationsraten."/yyzz/DP/he