MANNHEIM (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg hat die ZEW-Konjunkturerwartungen stärker eingetrübt als befürchtet. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW für den Monat April fiel gegenüber dem Vormonat um 16,7 Punkte auf minus 17,2 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen viel moderateren Rückgang auf minus 5,8 Punkte erwartet.
"Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs für die deutsche Konjunktur gehen weit über den Anstieg der Preise hinaus: Die Sorge vor einer längerfristigen Verknappung des Energieangebots hemmt Investitionen und schwächt die Wirkung staatlicher Impulse", schrieb ZEW-Präsident Achim Wambach.
Zudem hat sich die immer noch sehr schwache Bewertung der aktuellen Lage verschlechtert. Der entsprechende Indikator fiel um 10,8 Punkte auf minus 73,7 Punkte. Ökonomen hatten auch hier mit einem weniger deutlichen Rückgang gerechnet./la/jha/