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Wall Street-Schluss: Nervosität steigt, Dow taucht ab - Amazon erhöht KI-Invest, Apple mit neuem CEO - Unitedhealth top, GE Aerospace flop

Wall Street-Schluss: Nervosität steigt, Dow taucht ab - Amazon erhöht KI-Invest, Apple mit neuem CEO - Unitedhealth top, GE Aerospace flop

21.4.2026 20:26:58 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 3 min.
Am US-Aktienmarkt hat es Dienstag wegen der weiterhin offenen Zukunft des Iran-Krieges Verluste gegeben. Kurz vor dem Ablauf der Waffenruhe wurden die Anleger wieder nervöser ob der Bedenken, dass die Hoffnung auf weitere Gespräche zwischen Washington und Teheran vielleicht vergeblich sein könnte. Ein zunächst noch freundlicher Auftakt hatte vor diesem Hintergrund nicht lange Bestand.Der Dow Jones Industrial schloss 0,59 Prozent im Minus bei 49.149,38 Punkten. Im frühen Handel hatte er sich noch bis auf gut 150 Zähler der 50.000-Punkte-Marke genähert. Der Nasdaq 100 gab um 0,42 Prozent auf 26.479,47 Einheiten nach, während der marktbreite S&P 500 um 0,63 Prozent auf 7.064,01 Punkte fiel. Ein erneutes Rekordhoch gelang im Verlauf nur dem Nasdaq 100, während der Dow von seiner Bestmarke ohnehin noch etwas entfernt liegt.In der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Sommerzeit die 14-tägige Waffenruhe ab. Die Zeit drängt, doch nach wie vor ist es unklar, ob es in Pakistan zu neuen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran kommt. US-Präsident Donald Trump gibt sich zwar bis zuletzt optimistisch, doch aus dem Iran gibt es noch immer keine offizielle Zusage. Kritisch sahen Anleger auch Berichte, dass sich die Abreise des US-Vizepräsidenten JD Vance nach Pakistan verzögert.Unter den sieben Tech-Riesen standen zwei mit unterschiedlicher Tendenz besonders im Blick: Apple fielen um 2,5 Prozent, nachdem der iPhone-Hersteller eine Ablösung des langjährigen Konzernchefs Tim Cook bekannt gegeben hatte. Bei Amazon dagegen ging es um 1,7 Prozent nach oben, nachdem der Onlinehändler eine Vertiefung seiner Allianz mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic bekanntgegeben hatte.Bei Apple wird Cook den Chefsessel im September nach 15 Jahren an den Hardware-Chef John Ternus übergeben und an die Spitze des Verwaltungsrats wechseln. Anleger reagierten verunsichert, auch wenn sich Analysten in ersten Kommentaren gelassen zeigten. Mit dem Schritt werde die Kernstrategie und -vision des Unternehmens wohl beibehalten, doch das Potenzial für langfristige Veränderungen steige, schrieb etwa Morgan-Stanley-Analyst Eric Woodring.Amazon will derweil viel Geld in den KI-Entwickler Anthropic investieren. In einem ersten Schritt sollen 5 Milliarden Dollar in den KI-Chatbot Claude gestreckt werden, in weiteren Schritten könnten es bis zu 20 Milliarden Dollar mehr werden. Umgekehrt will Anthropic in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Halbleiter und Rechenleistung von Amazon ausgeben. Das Unternehmen will auf Chips mit dem Namen Trainium zurückgreifen, um seine KI-Modelle zu trainieren.Im Dow setzten sich Unitedhealth nach überraschend starken Quartalszahlen mit einem Kurssprung um fast neun Prozent an die Spitze. Der Krankenversicherer wurde für das Gesamtjahr optimistischer. Außerdem sieht das Unternehmen Schwierigkeiten mit dem Vorhaben der Trump-Regierung, im nächsten Jahr Medikamente gegen Fettleibigkeit in die US-Krankenversicherung Medicare aufzunehmen. Dies lastete umgekehrt auf den Aktien von Eli Lilly , die in einem schwachen Pharma-Branchenumfeld fast zwei Prozent verloren.Beim Mischkonzern 3M dauerte es nach den Zahlen etwas, bis die Aktien eine klare Richtung einschlugen. Zuletzt verloren sie mehr als zwei Prozent. Das Unternehmen verfehlte mit seinem bereinigten Wachstum aus eigener Kraft die Erwartungen. Am Markt wurde dies als Zeichen gesehen, dass wirtschaftliche Turbulenzen den Sanierungsplan erschweren.Für die Aktien der Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen RTX und GE Aerospace ging es um 3,7 respektive 6,1 Prozent bergab, obwohl beide etwas optimistischer für das Gesamtjahr wurden. Anleger zeigten sich aber besorgt wegen einer Warnung von GE vor Risiken der aktuell hohen Treibstoffpreise. Dies schürte die Befürchtung, dass Fluggesellschaften dazu übergehen, ihre Kapazitäten reduzieren.

(Mit Material von dpa-AFX).

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