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Dividendenperle Generali: UniCredit stockt kräftig auf

Dividendenperle Generali: UniCredit stockt kräftig auf

23.4.2026 13:39:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.

Die UniCredit baut ihren Einfluss im europäischen Finanzsektor weiter aus. Nach dem Vorstoß bei der Commerzbank hat die italienische Großbank nun auch ihre Beteiligung an Generali kräftig erhöht. Das sorgt für neue Fantasie bei der attraktiven Dividendenperle aus Italien.

Die UniCredit hat ihren Anteil an Generali überraschend deutlich ausgebaut. Wie aus den für die anstehende Hauptversammlung hinterlegten Aktien hervorgeht, hält die italienische Großbank inzwischen 8,7 Prozent am Versicherer. Damit ist UniCredit nun der drittgrößte Aktionär von Generali.Brisant ist der Schritt vor allem deshalb, weil UniCredit-Chef Andrea Orcel noch vor einigen Monaten signalisiert hatte, dass die Beteiligung unter fünf Prozent liege und eher weiter reduziert werden solle.Nun ist das Gegenteil passiert. Offiziell bleibt die Linie der Bank aber unverändert: Bei der Beteiligung handle es sich um ein Finanzinvestment mit attraktiver Rendite. Zudem sei die Gesamtposition weitgehend abgesichert, wodurch die wirtschaftliche Risikoposition und die Kapitalbindung begrenzt würden.Dennoch gewinnt die UniCredit mit dem höheren Anteil spürbar an Einfluss bei Generali. Das ist umso interessanter, weil der italienische Finanzsektor derzeit von einer neuen Fusions- und Beteiligungswelle geprägt wird. Generali steht dabei seit Längerem im Fokus verschiedener Machtgruppen.Zuletzt hatte es auch rund um die Monte dei Paschi di Siena neue Spannungen gegeben. Die Bank ist inzwischen größter Generali-Aktionär. Dort prallten bei einer wichtigen Abstimmung unterschiedliche Lager aufeinander. Beteiligt waren auch Francesco Gaetano Caltagirone und die Investmentholding der Del-Vechio-Familie, die ebenfalls große Pakete an Generali halten.Bereits vor der vergangenen Generali-Hauptversammlung hatte Orcel eine bedeutende Beteiligung aufgebaut und damals die von Caltagirone unterstützte Minderheitsliste im Machtkampf um den Verwaltungsrat und Konzernchef Philippe Donnet unterstützt. Das zeigt: Auch wenn UniCredit offiziell keinen strategischen Anspruch formuliert, ist die Bank bei Generali ein gewichtiger Faktor.Für Anleger ist die Entwicklung keineswegs nicht. Im Gegenteil: Ein starker Ankeraktionär und die anhaltende Bedeutung des Versicherers im italienischen Finanzsystem unterstreichen die Attraktivität von Generali. Zudem bleibt die Aktie auch operativ und mit Blick auf die Dividende interessant.
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