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Schaeffler: Deshalb ist die Aktie MDAX-Schlusslicht

Schaeffler: Deshalb ist die Aktie MDAX-Schlusslicht

24.4.2026 08:00:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.

Schaeffler rutscht am Morgen deutlich ab und landet mit mehr als fünf Prozent Minus am Ende des MDAX. Der Kurs verliert aber nicht wegen neuer operativer Schwäche, sondern wegen des Dividendenabschlags nach der gestrigen Hauptversammlung.Gleichzeitig treibt der Konzern den Umbau voran: Schaeffler will die Abhängigkeit vom Autozyklus verringern und setzt stärker auf Robotik, Drohnen sowie neue industrielle Anwendungen.

Die Hauptversammlung billigte die Dividende von 0,30 Euro je Aktie. Insgesamt schüttet Schaeffler rund 283,5 Millionen Euro aus. Auch Vorstand und Aufsichtsrat erhielten breite Zustimmung, Ulrike Hasbargen wurde in den Aufsichtsrat gewählt.

Operativ setzt Schaeffler auf den Umbau zur Motion-Technology-Gesellschaft. Nach dem ersten vollständigen Geschäftsjahr seit dem Zusammenschluss mit Vitesco verwies der Konzern auf eine breitere Aufstellung über vier Sparten und mehrere Regionen. Das soll Schwankungen im Automobilgeschäft abfedern und zugleich neue Erlösquellen öffnen.

Besonders die sogenannte fünfte Division liefert Fantasie. Dort bündelt Schaeffler Wachstumsaktivitäten wie humanoide Robotik, Verteidigungsgeschäft und angrenzende Industrieanwendungen. Damit rücken Märkte in den Fokus, in denen Präzision, Lagertechnik, Antriebskompetenz und Sensorik gefragt sind.

Charttechnisch hat die Aktie den kurzfristigen Aufwärtstrend gebrochen. Die Marke von 8,00 Euro stützt nun. Erst im Bereich um 7,00 Euro liegen weitere Unterstützungen. Vor dem Hintergrund der genannten Wachstumsoptionen erscheint ein nachhaltiger Rücksetzer in Richtung 7,00 Euro derzeit wenig wahrscheinlich.

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