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ROUNDUP/Nouripour in Riad: 'Schattenboxen' zwischen Iran und USA?

ROUNDUP/Nouripour in Riad: 'Schattenboxen' zwischen Iran und USA?

26.4.2026 15:17:17 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 2 min.

RIAD (dpa-AFX) - Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) ist zu Gesprächen über die Folgen des Iran-Krieges und mögliche Wege aus der Krise nach Saudi-Arabien geflogen. In der Hauptstadt Riad wurde er unter anderem vom saudischen Staatsminister für Auswärtiges, Adel al-Jubair, empfangen. Er traf außerdem den Vorsitzenden des jemenitischen Präsidialrats, Raschad al-Alimi, auch um sich mit ihm über den Konflikt mit den proiranischen Huthi-Rebellen auszutauschen, teilte sein Büro mit.

Folgen für den Öl- und Gasmarkt

Vor dem Hintergrund der Verhandlungen in Pakistan wollte sich Nouripour ein Bild über die Lage in der Region machen und sich insbesondere über die Sicherheit der Golfstaaten sowie die Auswirkungen auf den weltweiten Öl- und Energiemarkt informieren, teilte sein Büro mit. Auch der aktuelle Stand der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA sei Thema der Gespräche in Riad gewesen, sagte ein Mitarbeiter. Diese waren in den vergangenen Tagen erneut ins Stocken geraten.

"Schattenboxen" zwischen USA und Iran?

Der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" sagte Nouripour anschließend: "Die Stimmung hier ist auf der einen Seite optimistisch und zweitens sehr zurückhaltend, weil man glaubt, dass viele der Absagen tatsächlich eher Schattenboxen sind und dass die Iraner und die Amerikaner versuchen, jeweils tatsächlich Gewinne zu erzielen mit den einen oder anderen Manövern." Insgesamt gebe es aber auch die Angst, dass es zu lange dauere, mit Blick auf den Druck an der Zapfsäule.

Ein großes Problem sei auch die Frage des Luftverkehrs, sagte Nouripour. Die Notlage sei groß, weshalb es nicht hilfreich sei, wenn Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sage: "Nö, eigentlich weiß ich gar nicht, wovon Ihr redet."

Der Iran-Krieg begann Ende Februar 2026 mit Angriffen Israels und der USA auf den Iran. Der Iran attackierte als Reaktion Ziele in Israel und in der Golfregion, unter anderem US-Militärstützpunkte. Nouripour, der seine Kindheit im Iran verbracht hat, sagte vor einigen Tagen mit Blick auf seine alte Heimat: "Wichtig ist jetzt, das anhaltende Leid der Zivilbevölkerung und der politischen Gefangenen vor Ort nicht aus dem Blickfeld zu verlieren."

Gespräche in den Emiraten

Den Angaben seines Mitarbeiters zufolge wird der Bundestagsvizepräsident am Montag Regierungsvertreter in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) treffen. In Abu Dhabi sei neben anderen Terminen auch ein Austausch mit dem Industrieminister, Sultan Ahmed Al Jaber, sowie mit Außenminister Abdullah bin Sajid geplant./abc/DP/he