27.4.2026 08:10:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Der Übernahmekampf bei der Commerzbank wird mit immer härteren Bandagen ausgefochten. Nun hat sich sogar die Finanzaufsicht BaFin eingeschaltet. Hintergrund ist eine Kampagne der UniCredit im Zusammenhang mit der Übernahme um die Commerzbank. Die Commerzbank-Aktie könnte indessen zum Wochenstart ihre Negativserie beenden.Die BaFin untersagte der italienischen Großbank Werbeanzeigen zulasten der Commerzbank, die sie in sozialen Medien veröffentlicht hatte. Die Werbung wurde als unzulässig eingestuft. Die Behörde rügte die „reißerische und unsachliche Aufmachung“ der Anzeigen. Diese hätten Mutmaßungen zur wirtschaftlichen Lage der Commerzbank enthalten und seien innerhalb der gesamten Europäischen Union abrufbar gewesen. Inzwischen seien sie jedoch nicht mehr aktiv.Mit der Anordnung mache die BaFin von ihren Befugnissen aus Paragraf 28 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes Gebrauch, hieß es am Freitagabend. Sie begegnet damit Missständen im laufenden Übernahmeverfahren und schaffe darüber hinaus Klarheit über die Grenzen von zulässiger Werbung im Zusammenhang mit Übernahmeangeboten. Bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Zuwiderhandlung gegen die Anordnung drohe dem Unternehmen ein Bußgeld.Ein UniCredit-Sprecher entgegnete, die Anzeige sei entworfen worden, um die „positive Vision“ zu vermitteln, die UniCredit für die Commerzbank habe. Die Übersetzung eines Wortes aus der ursprünglich englischen Aussage ins Deutsche könnte jedoch zu einer gewissen Mehrdeutigkeit geführt haben, räumte er ein. „Wir haben den Beitrag umgehend entfernt und sowohl der Commerzbank als auch allen, die nachgefragt haben, die Sachlage erklärt. Deshalb überrascht uns die Reaktion.“Mit Material von dpa-AFX.
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