27.4.2026 05:24:15 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Der US-Elektroautohersteller Tesla erwartet für sein Werk in Grünheide bei Berlin eine positive Entwicklung durch die wachsende Nachfrage. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer bleibt jedoch zurückhaltend und bezeichnet dies als möglichen Sondereffekt. Auch den geplanten Ausbau des einzigen europäischen Werks von Tesla-Chef Elon Musk sieht er kritisch.Tesla hatte am Donnerstag mitgeteilt, aufgrund der gestiegenen Nachfrage bis Ende Juni etwa 1.000 zusätzliche Beschäftigte in Grünheide einzustellen und die Produktion ab Juli um rund 20 Prozent zu steigern. Autoexperte Dudenhöffer merkte jedoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur an, dass Tesla aufgrund eines Rabatt-Programms mit 3.000 Euro Rabatt in den letzten Monaten gut gefahren sei. Der Bonus für Model Y sei allerdings zeitlich beschränkt. Außerdem habe Tesla die Modelle 3 und Y nur aufgefrischt, Tesla selbst sieht dies jedoch anders.„Die haben derzeit wegen guter Tesla-Lieferfähigkeit, guten Rabatten und dadurch, dass viele Menschen aufgrund des Iran-Kriegs mehr Interesse am Elektroauto haben, eine gute Entwicklung", sagte Dudenhöffer. "Nach meiner Einschätzung ist dies eher ein Einmaleffekt, der sich wieder abkühlen wird. Von daher würde ich davon ausgehen, dass man mit Leiharbeitern versucht, die gute Lage derzeit zu überbrücken. Ich bin nicht vom langfristigen Ausbau überzeugt."Derweil geht es beim Robotaxi voran. Tesla hat laut Elon Musk vor Kurzem die Fertigung des vollelektrischen Robotaxis „Cybercab“ gestartet. Ein Video zeigt die Produktion der Zweisitzer ohne Lenkrad und Pedale. Musk sieht die Zukunft des Konzerns klar in autonomen Fahrzeugen und Robotik, obwohl Tesla beim fahrerlosen Fahren noch am Anfang steht. Konkurrent Waymo dominiert bereits mit über 500.000 bezahlten Fahrten pro Woche.
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