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„Gezielte Attacke“ auf Nvidia, Micron und Oracle? Erste Reaktionen auf OpenAI-Schock

„Gezielte Attacke“ auf Nvidia, Micron und Oracle? Erste Reaktionen auf OpenAI-Schock

28.4.2026 17:23:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.

Die ersten Reaktionen auf den OpenAI-Bericht fallen heftig aus. Nvidia, AMD, Broadcom und Co geraten weiter unter Druck. Eine echte Gegenbewegung bleibt bei vielen Chip-Aktien auch Stunden nach Handelsstart aus. Gleichzeitig formiert sich breiter Widerstand gegen das aktuelle Narrativ, das durch einen Zeitungsbericht aufgekommen ist.

Börsenpromi Jim Cramer (Foto oben) spricht von einem „Hitjob“, also einer gezielten Attacke des Wall Street Journal. Danach halten die Verluste im KI-Chip-Komplex zunächst an.

Auslöser sind neue Sorgen um OpenAI. Laut Bericht (englisch, Paywall) hat das Unternehmen interne Ziele bei Nutzern und Umsatz verfehlt. Zudem soll intern die Frage diskutiert werden, ob die massiven Investitionen in Rechenzentren langfristig finanzierbar sind.

Cramer schreibt dazu auf X: „Die OpenAI-Attacken des Journal sind perfekt getimt, um alle aus Tech-Aktien zu jagen. Unglaublich ...“ Wenig später legt Cramer nach: „Bestaunt nicht jeder wie ich das perfekte Timing dieses immer wiederkehrenden Journal-Hitjobs? Timing ist alles.“ Cramer stellt damit zumindest die Frage, ob der Bericht mehr ist als reine Berichterstattung.

Auch OpenAI selbst weist die Darstellung zurück. Das Unternehmen spricht von „bestem Clickbait“ und betont, dass das Geschäft „auf Hochtouren läuft“. Die Nachfrage sei sowohl im Privatkunden- als auch im Unternehmensegment weiterhin hoch. Zudem wachse das Geschäft mit Werbung.Auch Partner geben sich gelassen. Oracle betont, man sei weiterhin „extrem begeistert“ von der Zusammenarbeit. CoreWeave verweist darauf, dass OpenAI nur einer von vielen Kunden sei. Die Botschaft aus der Branche: Die Nachfrage nach Rechenleistung bleibt hoch.Interessant ist die klare Spaltung. Stimmen wie Cramer oder Wedbush-Analyst Dan Ives sprechen von einer Überreaktion und sehen sogar Kaufchancen. Die Reaktion an der Börse spricht eine andere Sprache. Der KI-Sektor hängt an einem zentralen Punkt: den Investitionen. Chip-Hersteller wie Nvidia oder AMD profitieren direkt davon, dass Unternehmen wie OpenAI Milliarden in Infrastruktur stecken. Kommen Zweifel an dieser Dynamik auf, trifft das sofort die gesamte Kette.Hinzu kommt: Die Rally der vergangenen Wochen war stark. Der Halbleitersektor hat seit Ende März deutlich zugelegt. Gewinnmitnahmen waren ohnehin ein Thema. Der OpenAI-Bericht hat den Auslöser geliefert.
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