Besonders schwer wiegt heute ein Bericht des Wall Street Journal. Demnach hat OpenAI zuletzt eigene Wachstumsziele bei Nutzern und Umsatz verfehlt. Intern wächst offenbar die Sorge, dass zukünftige Rechenkapazitäten womöglich nicht mehr finanzierbar sind.
Das schlägt direkt auf die Partner und Zulieferer durch. Oracle und CoreWeave brechen vorbörslich um mehr als sieben Prozent ein. Nvidia verliert rund drei Prozent, AMD mehr als fünf Prozent.
Parallel verschärft sich die Lage am Rohstoffmarkt. Der Ölpreis steigt deutlich, weil Fortschritte im Iran-Konflikt ausbleiben. WTI notiert wieder nahe 100 Dollar, Brent über 110 Dollar. Das heizt Inflationssorgen an. Und damit rückt das Zinsthema wieder in den Fokus. Steigende Zinsen treffen Tech besonders hart, da sie die Finanzierungskosten erhöhen und zukünftige Gewinne stärker abzinsen.Heute richtet sich der Blick bereits auf die nächsten geldpolitischen Signale. Die Bank of Japan hat ihren Leitzins zwar stabil gehalten, die Entscheidung fiel jedoch knapp. Der Markt rechnet zunehmend mit einer Anhebung im Juni.In den USA dürfte die Fed morgen den Leitzins erneut unverändert lassen. Es wäre die dritte Sitzung in Folge ohne Anpassung. Am Donnerstag folgt dann die EZB.Bei den Einzelwerten sorgt die Berichtssaison für Bewegung. Coca-Cola überzeugt mit starken Zahlen (mehr dazu hier). Die Aktie legt zum Handelsauftakt mehr als 5 Prozent zu und stützt damit den Dow.
General Motors profitiert von einem positiven Gerichtsurteil zu Importzöllen und hebt die Prognose für das operative Ergebnis an. Die Aktie steigt leicht.
Ganz anders Spotify. Der Streamingdienst enttäuscht mit Ausblick und Zahlen. Die Aktie bricht um mehr als neun Prozent ein.
Auch UPS gerät unter Druck. Trotz besserer Ergebnisse als erwartet verliert die Aktie rund fünf Prozent. Der Markt bleibt skeptisch, ob die eingeleiteten Maßnahmen für nachhaltiges Wachstum reichen.