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Apple mit Zahlen: Reicht das fürs Allzeithoch?

Apple mit Zahlen: Reicht das fürs Allzeithoch?

30.4.2026 16:59:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.
Heute Abend legt Apple Zahlen vor – und diesmal reicht ein solides Quartal wohl nicht. Die Aktie notiert nur wenige Prozent unter ihrem Allzeithoch. Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben bereits geliefert. Die Botschaft aus den Big-Tech-Zahlen bisher: KI treibt Wachstum, kostet aber gigantische Summen. Apple ist in diesem Wettrennen bislang auffällig vorsichtig unterwegs.

Diese Ausgangslage macht den Abend besonders spannend. Die Erwartungen sind hoch. Analysten rechnen laut Bloomberg mit einem Umsatzplus von rund 15 Prozent und einem Gewinnwachstum von etwa 19 Prozent. Mehr zu den konkreten Erwartungen hatte DER AKTIONÄR bereits in einem Plus-Artikel notiert (siehe Beiträge am Artikelende).

Die Aktie ist derzeit relativ hoch bewertet – auch im Vergleich mit dem eigenen Zehn-Jahres-Schnitt. Anleger zahlen für Apple-Aktien weiter Premiumpreise. Dafür muss der Konzern aber auch liefern.Der große Unterschied zu den anderen Tech-Giganten: Apple hat bislang keine riesigen KI-Investitionsprogramme für Rechenzentren auf den Tisch gelegt. Meta hebt seine Investitionen auf bis zu 145 Milliarden Dollar an. Amazon will massiv in Rechenzentren und KI-Infrastruktur investieren. Microsoft fährt die Ausgaben ebenfalls hoch. Alphabet zeigt, dass sich KI-Ausgaben in der Cloud bereits auszahlen können.Apple geht einen anderen Weg. Der Konzern setzt stärker auf KI direkt im Gerät und in bestehenden Anwendungen. Laut Bloomberg plant Apple für iOS 27 unter anderem einen neuen Siri-Modus in der Kamera-App. Nutzer sollen Objekte und Szenen direkt über die Kamera analysieren lassen können. Visual Intelligence soll prominenter im iPhone verankert werden.Das klingt weniger spektakulär als neue Mega-Rechenzentren. Es passt aber zu Apple: Hardware, Software und Nutzererlebnis aus einem Guss.Zusätzliche Spannung bringt der Führungswechsel. John Ternus soll im September Tim Cook als CEO ablösen. Damit wird die Präsentation heute Abend auch zur ersten großen Standortbestimmung für die Zeit nach Cook. Ob Ternus selbst spricht, ist offen. Wichtiger ist, welche Strategie Apple für die nächste Wachstumsphase andeutet.Die offenen Punkte sind klar: Wie stark bleibt das iPhone-Geschäft? Wie entwickelt sich China? Wie teuer werden Speicherchips? Und reicht Apples vorsichtiger KI-Kurs, wenn der Rest der Branche Milliarden in Infrastruktur pumpt?
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