Lenzing erzielt im ersten Quartal 2026 positives Ergebnis nach Steuern und steigert Free Cashflow deutlich
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Lenzing erzielt im ersten Quartal 2026 positives Ergebnis nach Steuern und
steigert Free Cashflow deutlich
07.05.2026 / 07:35 CET/CEST
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Lenzing erzielt im ersten Quartal 2026 positives Ergebnis nach Steuern und
steigert Free Cashflow deutlich
* Ergebnis nach Steuern im ersten Quartal 2026 bei EUR 24 Mio. (Vorjahr:
EUR 31,7 Mio.) - erstmals seit drei negativen Quartalen 2025 wieder
positiv
* Free Cashflow auf EUR 33,8 Mio. gesteigert (Vorjahr: EUR 14,8 Mio. [1])
* Umsatzerlöse im ersten Quartal 2026 bei EUR 615,7 Mio. (-10,8 %
gegenüber Q1 2025)
* EBITDA bei EUR 116,3 Mio.
Lenzing, 07. Mai 2026 - Die Lenzing Gruppe erzielte im ersten Quartal 2026
trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfeldes ein positives Ergebnis
nach Steuern von EUR 24 Mio., nach drei negativen Quartalen im Jahr 2025.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag dank der konsequenten
Umsetzung der Pricing-Strategie und des Performance Programms und gestützt
durch Sondereffekte bei EUR 116,3 Mio. Der Free Cashflow konnte durch
disziplinierte Preis-, Kosten- und Working-Capital-Steuerung deutlich auf
EUR 33,8 Mio. gesteigert werden. Das Marktumfeld bleibt von geopolitischen
Spannungen, volatilen Energiepreisen und Unsicherheiten geprägt.
"Im ersten Quartal 2026 haben wir unsere operative Entwicklung weiter
stabilisiert und, nach wirtschaftlich schwierigen Vorquartalen, wieder ein
positives Ergebnis nach Steuern erzielt. Besonders erfreulich ist die
deutliche Verbesserung des Free Cashflow, die zeigt, dass unsere Maßnahmen
greifen. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld sehr volatil. Deshalb setzen
wir unsere Transformation mit hoher Disziplin fort, um Lenzing strukturell
profitabler und widerstandsfähiger aufzustellen", so Mathias Breuer, CFO der
Lenzing Gruppe.
Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2026
Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von EUR
615,7 Mio., ein Rückgang von 10,8 Prozent gegenüber dem sehr starken ersten
Quartal 2025. Hauptgründe dafür waren niedrigere Faserverkaufsmengen und
-preise sowie niedrigere Zellstoffpreise. Die geringeren Faserverkaufsmengen
spiegeln dabei auch eine bewusste Steuerung der Produktionsvolumina wider,
einschließlich des temporären Herunterfahrens weniger profitabler
Produktionslinien. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit der strategischen
Weiterentwicklung hin zu einem stärkeren Fokus auf wertgenerierendes
Wachstum. Gegenüber dem vierten Quartal 2025 blieben die Faserverkaufsmengen
weitgehend stabil, während das Preisniveau gesteigert werden konnte.
Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten blieben auf erhöhtem Niveau, konnten
jedoch teilweise durch interne Einspar- und Effizienzmaßnahmen abgefedert
werden.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag im ersten Quartal 2026
bei EUR 116,3 Mio. nach EUR 156,1 Mio. Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge lag
bei 18,9 Prozent nach 22,6 Prozent im ersten Quartal 2025. Im Vergleich zum
zweiten Halbjahr 2025 zeigt sich seit Jahresbeginn jedoch ein klarer
Aufwärtstrend in der Ergebnisentwicklung. Das EBITDA wurde neben dem
Performance Programm zudem durch positive Sondereffekte in Höhe von
insgesamt EUR 25,7 Mio. unterstützt, nach EUR 25,5 Mio. im Vorjahr - aus dem
Verkauf überschüssiger EU-Emissionszertifikate sowie aus einem Einmaleffekt
aus dem im Zuge der Erstkonsolidierung der im Februar 2026 erworbenen
Mehrheitsbeteiligung an TreeToTextile AB erfassten negativen Firmenwert [2].
Mit der Mehrheitsübernahme von TreeToTextile unterstreicht Lenzing zudem den
Anspruch, die Premiumisierungsstrategie gezielt voranzutreiben und die
Position im Markt für Spezialfasern der nächsten Generation weiter
auszubauen.
Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug EUR 40,1 Mio. nach EUR 74,3 Mio. im
ersten Quartal 2025; die EBIT-Marge lag bei 6,5 Prozent. Das Ergebnis vor
Steuern (EBT) belief sich auf EUR 22,8 Mio. nach EUR 35,1 Mio. im
Vorjahresquartal. Der Steuerertrag in Höhe von EUR 1,2 Mio. wurde vor allem
durch Währungseffekte bei der Umrechnung von Steuerposten von der lokalen in
die funktionale Währung positiv beeinflusst. Das Ergebnis nach Steuern lag
damit bei EUR 24 Mio. und war nach drei negativen Quartalen im Jahr 2025
erstmals wieder positiv.
Performance-Programm und Transformation
Der Vorstand der Lenzing Gruppe treibt die Transformation des Unternehmens
konsequent voran, um Profitabilität, Resilienz und Agilität weiter zu
stärken. Ein zentraler Bestandteil ist das ganzheitliche
Performance-Programm, das primär auf eine Verbesserung des EBITDA und die
Generierung von Free Cashflow durch höhere Profitabilität, konsequentes
Kostenmanagement und eine gezielte Steuerung des Working Capital abzielt.
Lenzing erzielte damit im Geschäftsjahr 2025 Einsparungen von über EUR 200
Mio. Parallel dazu werden laufend Maßnahmen zur Optimierung von Struktur-,
Prozess- und Personalkosten umgesetzt. Ergänzend liegt der Fokus auf
nachhaltigen Kosteneinsparungseffekten durch operative Exzellenz und
Energieoptimierung an allen Produktionsstandorten. Zur Stärkung der
Umsatzentwicklung wurden auf Vertriebsseite neue Kunden für
Schlüsselprodukte gewonnen und neue, attraktive Märkte erschlossen.
Gleichzeitig fokussiert sich Lenzing intensiver auf margenstarke Segmente.
Cashflow, Investitionen und Bilanz
Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit lag im ersten Quartal 2026 bei EUR
94,6 Mio. nach EUR 72,0 Mio.1 im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist unter
anderem auf die gezielte Steuerung des Working Capital und den Abbau der
Vorräte zurückzuführen. Der Free Cashflow stieg auf EUR 33,8 Mio. nach EUR
14,8 Mio.1 im Vorjahresquartal. Der Liquiditätsbestand veränderte sich per
31. März 2026 nur geringfügig und lag bei EUR 690,1 Mio. Die Investitionen
in immaterielle Anlagen, Sachanlagen und biologische Vermögenswerte (CAPEX)
beliefen sich auf EUR 28,4 Mio. Die Bilanzsumme stieg auf EUR 4,65 Mrd., das
bereinigte Eigenkapital auf EUR 1,39 Mrd. und die bereinigte
Eigenkapitalquote auf 29,9 Prozent. Die Nettofinanzverschuldung blieb mit
EUR 1,36 Mrd. weitgehend unverändert.
Ausblick
Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose für 2026 auf
3,1 Prozent nach unten korrigiert; für 2027 blieb sie mit 3,2 Prozent
vorerst stabil. Auch das Wechselkursumfeld bleibt in den für Lenzing
wichtigen Regionen voraussichtlich volatil. Zentrale Abwärtsrisiken
beinhalten den Nahostkonflikt, der ab dem zweiten Quartal bereits zu
steigenden Energie- und Rohstoffpreisen beiträgt und voraussichtlich
weiterhin zu höheren Inflationserwartungen sowie restriktiveren finanziellen
Rahmenbedingungen führen wird. Neue globale Krisen könnten Unsicherheit und
Lebenshaltungskosten weiter erhöhen und damit Konsumklima und Kaufneigung
belasten. Lenzing wird die Transformation durch das ganzheitliche
Performance-Programm konsequent weiterführen, um zusätzliche
Kostenpotenziale zu heben sowie die Umsatz- und Margengenerierung weiter zu
verbessern. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit sowie geopolitischer
und handelspolitischer Entwicklungen ist eine verlässliche Prognose für das
Geschäftsjahr 2026 aus heutiger Sicht weiterhin nicht möglich.
Ausgewählte Kennzahlen der Lenzing Gruppe 01-03/2026 01-03/2025
EUR Mio.
Umsatzerlöse 615,7 690,2
EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) 116,3 156,1
EBITDA-Marge 18,9 % 22,6 %
Ergebnis nach Steuern 24,0 31,7
Ergebnis je Aktie in EUR 0,01 0,12
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 94,6 72,01
Free Cashflow 33,8 14,81
CAPEX 28,4 32,4[1][3]
1. #_ftn3
31.03.2026 31.12.2025
Nettofinanzverschuldung 1.362,0 1.350,1
Bereinigte Eigenkapitalquote 29,9 % 29,6 %
Mitarbeiter:innen (Vollzeitäquivalente) 7.589 7.738
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Über die Lenzing Gruppe Die Lenzing Gruppe steht für eine
verantwortungsbewusste Herstellung von Spezialund Premiumfasern
basierend auf regenerierter Cellulose. Mit ihren innovativen Produktund
Technologielösungen ist Lenzing Partner der globalen Textilund
Vliesstoffhersteller und Treiber zahlreicher neuer Entwicklungen. Die
hochwertigen Fasern der Lenzing Gruppe sind Ausgangsmaterial für eine
Vielzahl von Textil-Anwendungen - von funktionaler, bequemer und
modischer Bekleidung hin zu langlebigen und nachhaltigen Heimtextilien.
Die TÜV-zertifizierten biologisch abbaubaren und kompostierbaren Lenzing
Fasern eignen sich auch hervorragend für den anspruchsvollen Einsatz in
Hygiene-Anwendungen des täglichen Lebens. Das Geschäftsmodell der
Lenzing Gruppe geht weit über jenes eines klassischen Faserherstellers
hinaus. Gemeinsam mit ihren Kunden und Partnern entwickelt sie
innovative Produkte entlang der Wertschöpfungskette, die einen Mehrwert
für Konsumentinnen und Konsumenten schaffen. Die Lenzing Gruppe strebt
eine effiziente Verwendung und Verarbeitung aller Rohstoffe an und
bietet Lösungen für die Umgestaltung der Textilindustrie vom
gegenwärtigen linearen Wirtschaftssystem zu einer Kreislaufwirtschaft.
Um das Engagement zur Begrenzung des menschengemachten Klimawandels an
den Zielen des Übereinkommens von Paris auszurichten, hat Lenzing einen
klaren, wissenschaftlich fundierten Klimaaktionsplan, der eine deutliche
Reduktion der Treibhausgasemissionen (Scope 1, 2 und 3) bis 2030 und ein
Netto-Null-Ziel bis 2050 vorsieht. Daten und Fakten Lenzing Gruppe 2025
Umsatz: EUR 2,60 Mrd. Nennkapazität (Fasern): 1.110.000 Tonnen
Mitarbeiter/innen (Vollzeitäquivalente): 7.738 TENCEL(TM), LENZING(TM)
ECOVERO(TM), VEOCEL(TM), LENZING(TM) und REFIBRA(TM) sind Marken der Lenzing AG.
Disclaimer: Die oben dargestellten Finanzkennzahlen sind weitgehend aus
dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernabschluss des
Vorjahres der Lenzing Gruppe abgeleitet. Weitere Details entnehmen Sie
bitte den "Erläuterungen zu Finanzkennzahlen der Lenzing Gruppe",
abrufbar unter
https://www.lenzing.com/de/investoren/reporting-und-kapitalmarkt-upda
tes/, und dem verkürzten Konzernzwischenabschluss bzw. dem
Konzernabschluss des Vorjahres der Lenzing Gruppe. Bei der Darstellung
von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können Rundungsdifferenzen
auftreten.
[1] Zur besseren Transparenz und Vergleichbarkeit der finanziellen
Steuerungskennzahlen hat die Lenzing Gruppe die Wahlrechte gem. IAS 7 neu
ausgeübt und somit die Darstellung der Kapitalflussrechnung angepasst. Die
neue Struktur beginnt mit dem EBT und ermöglicht die Berechnung des
Unlevered Free Cashflow, der zusätzlich zum Free Cashflow als zentrale
Steuerungsgröße im Rahmen des Performance-Programms dient. Die Anpassung
steht im Einklang mit marktüblichen Reporting-Praktiken und verbessert die
Aussagekraft der Kapitalflussrechnung für interne und externe Stakeholder.
Die Darstellungsänderung wurde gem. IAS 8 rückwirkend durchgeführt. Weitere
Erläuterungen dazu entnehmen Sie bitte dem Geschäfts- und
Nachhaltigkeitsbericht 2025, Teil Konzernabschluss in Note 2.
[2] Ein negativer Firmenwert ("Bargain Purchase") entsteht im Rahmen der
Erstkonsolidierung eines Unternehmenserwerbs, wenn der Kaufpreis unter dem
beizulegenden Zeitwert des erworbenen Nettovermögens liegt. Der daraus
resultierende Unterschiedsbetrag wird gemäß IFRS3 im Erwerbszeitpunkt
erfolgswirksam erfasst.
[3] Seit dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025 werden die aktivierten
Fremdkapitalkosten nach IAS 23 im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in
der Position "Zinsauszahlungen" ausgewiesen; bisher wurden diese im Cashflow
aus der Investitionstätigkeit in der Position "Erwerb von immateriellen
Anlagen, Sachanlagen und biologischen Vermögenswerten" berücksichtigt.
Dadurch wurde der CAPEX der Vergleichsperiode rückwirkend um EUR 0,2 Mio.
reduziert.
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