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Shell-Aktie: Die Dividende steigt – doch es gibt ein Problem

Shell-Aktie: Die Dividende steigt – doch es gibt ein Problem

7.5.2026 08:10:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.

Der Nahost-Konflikt treibt die Ölpreise und beschert Shell ein gutes Ergebnis. Der Gewinn hat sich im ersten Quartal mehr als verdoppelt. Dennoch verliert die Aktie heute rund zwei Prozent an Wert. Anleger reagieren verschnupft auf die Drosselung der Aktienrückkäufe.

Der britische Energieriese Shell hat am Donnerstagmorgen starke Zahlen für das erste Quartal 2026 gemeldet. Der bereinigte Gewinn lag bei 6,9 Milliarden Dollar und damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorquartal mit 3,3 Milliarden Dollar. Damit übertrifft der Konzern die Erwartungen der Analysten deutlich. Haupttreiber sind die stark gestiegenen Preise für Öl und Gas sowie ein glänzendes Geschäft in der Raffineriesparte. Der Preis für Brent-Öl verharrt stabil über der Marke von 100 Dollar.

Mehr Dividende, weniger Rückkäufe

Shell-Chef Wael Sawan nutzt den Cashflow für eine Anhebung der Quartalsdividende. Diese steigt um fünf Prozent auf 39,06 US-Cent je Aktie. Gleichzeitig tritt das Management bei den Aktienrückkäufen auf die Bremse. Das Volumen sinkt von 3,5 auf 3,0 Milliarden Dollar pro Quartal.Zudem schraubt Shell die Investitionsprognose für das Gesamtjahr nach oben. Statt der ursprünglich geplanten 20 bis 22 Milliarden Dollar sollen nun 24 bis 26 Milliarden Dollar fließen. Ein wesentlicher Teil davon – rund vier Milliarden Dollar – entfällt auf die Übernahme des kanadischen Unternehmens ARC Resources.

CEO Sawan unterstrich bei der Präsentation den „unermüdlichen Fokus auf die operative Leistung“ in einem Umfeld, das von „beispiellosen Störungen auf den globalen Energiemärkten“ geprägt sei.

Trotz der Gewinnexplosion notiert die Shell-Aktie am Vormittag in London rund zwei Prozent im Minus. Anleger reagieren skeptisch auf die Drosselung der Rückkäufe bei gleichzeitigem Anstieg der Investitionsausgaben. Zudem sorgen die Berichte über beschädigte Förderanlagen am Golf und die eingeschränkte Logistik in der Straße von Hormus für Unsicherheit am Markt.

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