BERLIN (dpa-AFX) - Drei Monate nach dem Start des neuen Wehrdienstes hat die Bundeswehr erste Rekruten über ihre neue Anwerbeoffensive gewonnen. Wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte, wurden Musterungen durchgeführt und Interessierte für konkrete Verwendungen eingeplant oder bereits eingestellt. Genaue Zahlen nannte ein Sprecher auf Nachfrage vor Journalisten nicht.
206.000 Anschreiben versandt - Frauen melden sich kaum
Es geht dabei konkret um junge Menschen ab 18, die seit Januar im Zuge der Neuregelung des freiwilligen Wehrdienstes von der Bundeswehr aktiv angeschrieben und nach ihrer Bereitschaft für einen möglichen Wehrdienst gefragt werden. 206.000 solcher Anschreiben seien - Stand 29. April - versandt worden.
Die Briefe enthalten einen QR-Code, der zu einem Online-Fragebogen führt. Junge Männer müssen diesen ausfüllen, Frauen können es freiwillig tun. Hier liegt die Rücklaufquote den Angaben zufolge bei rund 3 Prozent.
Von den angeschriebenen Männern hätten etwa 86 Prozent den Fragebogen fristgerecht innerhalb von vier Wochen beantwortet, teilte das Ministerium mit. Diejenigen, die nicht reagieren, bekommen eine Erinnerung. 73 Prozent der erinnerten Männer hätten ihre Rückmeldung innerhalb der Fristerweiterung von zwei Wochen abgegeben. Wer sich gar nicht rührt, dem droht ein Bußgeld von 250 Euro./jr/DP/jha