Commerzbank liefert starkes erstes Quartal und strebt Nettoeigenkapitalrendite von 21 % bis 2030 an
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Commerzbank liefert starkes erstes Quartal und strebt
Nettoeigenkapitalrendite von 21 % bis 2030 an
08.05.2026 / 07:58 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Geschäftsergebnis Q1 2026:
* Operatives Ergebnis um 11 % auf Rekordwert von 1,4 Mrd. Euro und
Nettoergebnis um 9 % auf 913 Mio. Euro gesteigert
* Erträge um 5 % auf 3,2 Mrd. Euro erhöht - Firmenkunden-Kreditvolumen um
16 % gesteigert
* Provisionsüberschuss wuchs um 9 % auf Allzeithoch von 1,1 Mrd. Euro -
Zinsüberschuss trotz gesunkener Leitzinsen mit 2 Mrd. Euro stabil
* Cost-Income-Ratio um 3 Prozentpunkte auf 53 % verbessert - ohne
Pflichtbeiträge bei 50 %
* Risikoergebnis mit minus 142 Mio. Euro weiter auf niedrigem Niveau -
NPE-Quote unverändert bei 1,1 %
* Nettoeigenkapitalrendite um 1,6 Prozentpunkte verbessert auf 12,7 %
"Momentum 2030"-Strategie mit neuen Zielen und klarem Wachstumspfad bis
2030:
* Nettoergebnisziel für 2026 auf mindestens 3,4 Mrd. Euro erhöht;
Cost-Income-Ratio von rund 53 %
* Erwartungen für 2028 angehoben und neue Wachstums- und Finanzziele bis
2030 gesetzt
* Nettoeigenkapitalrendite von 21 % und Cost-Income-Ratio von 43 % bis
2030 geplant
* Attraktive Kapitalrückgabe: Ausschüttungsquote von 100 % angestrebt, bis
CET-1-Zielquote von 13,5 % erreicht
Position der Commerzbank zum Angebot der UniCredit:
* Vorstand und Aufsichtsrat werden ihre begründete Stellungnahme zum
Angebot zeitnah veröffentlichen
* Commerzbank veröffentlicht Präsentation mit Zusammenfassung ihrer
ausgewählten vorläufigen Anmerkungen zum Angebot der UniCredit und ihrer
Präsentation vom 20. April 2026
* UniCredit bietet keine Prämie; ihr kommunizierter Plan bleibt vage und
birgt erhebliche Umsetzungsrisiken
* Commerzbank bleibt gesprächsbereit, sofern UniCredit bereit ist, eine
attraktive Prämie zu bieten und über einen Plan zu sprechen, der
wesentliche Säulen des Geschäftsmodells und der Strategie der
Commerzbank berücksichtigt
Die Commerzbank hat ihren Erfolgskurs mit einem sehr starken ersten Quartal
2026 fortgesetzt. Das Operative Ergebnis stieg in den ersten drei Monaten
des Jahres um 11 % auf den Rekordwert von 1,4 Mrd. Euro. Auf Basis des
erfolgreichen Jahresstarts hebt die Commerzbank ihren Ausblick für das
Geschäftsjahr 2026 an. Sie plant nun mit einem Nettoergebnis von mindestens
3,4 Mrd. Euro, nachdem sie zuvor von mehr als 3,2 Mrd. Euro ausgegangen war.
Auch in den kommenden Jahren rechnet die Bank mit einer dynamischen
Geschäftsentwicklung. Sie erhöht ihre Erwartungen für 2028 und setzt sich
ambitionierte Finanzziele bis zum Jahr 2030. Mit ihrer weiterentwickelten
Strategie "Momentum 2030" skaliert die Commerzbank ihr bewährtes
Geschäftsmodell weiter und reflektiert die Potenziale künstlicher
Intelligenz (KI) stärker in ihrer Planung. So beschleunigt die Bank ihr
profitables Wachstum, erhöht die Effizienz und treibt die technologische
Innovation schneller als bisher geplant voran.
"Wir sind mit Ergebnissen auf Rekordniveau ins Jahr gestartet. Das beweist:
Unsere Strategie funktioniert - und hat mehr Potenzial als ursprünglich
geplant", sagte Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank. "Wir
wachsen stärker als geplant, und unsere neuen Ziele bis 2030 spiegeln das
wider - ehrgeizig und gleichzeitig verlässlich in der Umsetzung. Daran muss
sich jede Alternative messen lassen."
Die eigenständige Strategie "Momentum" ist seit knapp 15 Monaten die Basis
für die starke Ergebnisentwicklung der Commerzbank, die sich im Aktienkurs
widerspiegelt. Alle Wachstumsziele hat die Bank erreicht oder übertroffen
und damit ihre Umsetzungsstärke unter Beweis gestellt. Auf dieser
Erfolgsbilanz aufbauend hebt die Commerzbank nun ihre strategischen
Ambitionen auf die nächste Stufe und erweitert den Planungshorizont über das
Jahr 2028 hinaus bis 2030.
Ziele bis 2030: Künstliche Intelligenz als wichtiger Treiber für Effizienz
und Wachstum
Die Commerzbank beschleunigt das Wachstum und treibt die Transformation der
Bank weiter konsequent voran. Bis zum Jahr 2028 strebt die Bank eine
Nettoeigenkapitalrendite von rund 17 % an, nachdem sie bislang 15 % in
Aussicht gestellt hatte. Bis zum Jahr 2030 geht sie von einer weiteren
Steigerung auf rund 21 % aus. Ihr Nettoergebnis will sie bis 2028 auf 4,6
Mrd. Euro und bis 2030 auf 5,9 Mrd. Euro erhöhen.
Die Erträge sollen bis 2028 auf 15,0 Mrd. Euro und bis 2030 auf 16,8 Mrd.
Euro wachsen. Dabei geht die Bank von einer durchschnittlichen jährlichen
Wachstumsrate (CAGR) von 6 % aus. Für 2028 hatte sie ursprünglich mit
Erträgen in Höhe von 14,2 Mrd. Euro gerechnet. Treiber des zusätzlichen
Ertragswachstums sind der Provisions- und der Zinsüberschuss gleichermaßen.
Die Bank geht davon aus, dass der Provisionsüberschuss sein dynamisches
Wachstum fortsetzt. Auf Basis des anhaltenden Einlagen- und Kreditwachstums
sowie begünstigt durch aktives Einlagenmanagement soll der Zinsüberschuss im
Jahr 2028 insgesamt 9,8 Mrd. Euro zu den Erträgen beisteuern. Für 2030
kalkuliert die Bank, dass der Beitrag auf 11,2 Mrd. Euro anwächst. Für die
Kosten auf Konzernebene wird in den kommenden Jahren insgesamt ein stabiles
Niveau erwartet. Bereinigt um die mBank ist ein Rückgang der Kosten
vorgesehen. Entsprechend soll sich die Cost-Income-Ratio weiter verbessern:
statt der ursprünglich geplanten 50 % auf 48 % im Jahr 2028 und auf 43 % im
Jahr 2030. Ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge wird die
Cost-Income-Ratio dann bei 46 % beziehungsweise 41 % liegen.
Basis für die höheren Ziele ist das bewährte Geschäftsmodell mit klarem
Kundenfokus, das die Bank in den kommenden Jahren gezielt weiterentwickelt.
So wird das Privat- und Unternehmerkundensegment in Deutschland seine
hochwertigen Beratungsleistungen und das Brokerage-Geschäft weiter ausbauen,
um noch stärker vom Trend hin zu Wertpapieren zu profitieren. Das
Firmenkundensegment strebt an, im deutschen Heimatmarkt weitere Marktanteile
zu gewinnen. Zugleich treibt es den gezielten Ausbau des internationalen
Geschäfts vor dem Hintergrund der sich geografisch diversifizierenden
deutschen Wirtschaft voran. Darüber hinaus wird das Segment seinen
Kapitaleinsatz kontinuierlich verbessern und damit die Grundlage für
weiteres profitables Wachstum schaffen. Die polnische Tochter mBank setzt
ihr dynamisches Wachstum im Rahmen ihrer Strategie "Full Speed Ahead!" fort
und wird damit wesentlich zum Erreichen der Konzernziele beitragen.
Mit "Momentum 2030" schöpft die Bank die Potenziale von KI noch stärker aus.
Im Zeitraum von 2026 bis 2030 wird sie kumuliert rund 600 Mio. Euro in
diesem Bereich investieren. Bereits heute steigern die laufenden
KI-Anwendungen die Produktivität und Servicequalität der Bank - und liefern
damit einen messbaren Nutzen für Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende.
Ein aktuelles Beispiel aus dem Privatkundengeschäft ist der Start eines
Prozesses für optimiertes Beschwerdemanagement - unter Einsatz agentischer
KI. Im Risikomanagement nutzt die Bank mit "Hawk AI" ein KI-Modell, das
große Datenmengen analysiert, um Geldwäsche und Finanzkriminalität präziser
zu erkennen. Auch ihre Kreditrisikoprozesse digitalisiert die Bank. Eine
KI-gestützte Auswertung von Geschäftsberichten unterstützt dabei die
Kreditanalyse und hilft so, Risiken frühzeitig zu identifizieren.
Im nächsten Entwicklungsschritt wird die Commerzbank konsequent KI-Agenten
einsetzen. Diese unterstützen komplette Prozesse - vom Kontowechsel über
Know-your-Customer-(KYC-) und Dokumentenprüfungen bis hin zur
Vertragserstellung. Das reduziert arbeitsintensive Tätigkeiten deutlich. Ab
2030 erwartet die Commerzbank aus ihren KI-Initiativen einen Wertbeitrag von
rund 500 Mio. Euro pro Jahr. Gleichzeitig erwartet die Bank, dass KI es ihr
ermöglicht, rund 10 % ihrer Kapazitäten freizusetzen und teilweise neu
einzusetzen, sodass Mitarbeitende im Vertrieb mehr Zeit für eine hochwertige
Kundenberatung aufwenden können. KI-gestützte Services sorgen darüber hinaus
für ein verbessertes Kundenerlebnis.
Die fortgesetzte Transformation der Bank geht mit einem konzernweiten Abbau
von weiteren rund 3.000 Stellen brutto einher. Dem stehen gezielte Aufbauten
in Wachstums- und Zukunftsfeldern gegenüber. Um diesen
Transformationsprozess sozialverträglich zu gestalten, setzt die Commerzbank
unter anderem auf bewährte Altersprogramme, natürliche Fluktuation und
Demografie. Dazu hat die Bank mit den Arbeitnehmervertretungen bereits eine
Transformationsvereinbarung getroffen, die die Eckpunkte regelt.
"Unsere heute vorgestellten neuen Ziele sind das Ergebnis der
disziplinierten Umsetzung unserer Strategie ,Momentum'. Wir zeigen den
Wachstumspfad der Commerzbank planbar und konkret bis 2030 - mit klar
definierten Zielen und Zwischenzielen", sagte Bettina Orlopp. "Hohe
Wertschöpfung und geringe Umsetzungsrisiken zeichnen unser bewährtes
Geschäftsmodell aus. Das wollen wir konsequent fortsetzen."
Kapitalrückgabe: Ausschüttungsquote von 100 % soll bis CET-1-Zielquote von
13,5 % fortgeführt werden
Auf Grundlage des angestrebten Wachstums bleibt das Kapitalrückgabepotenzial
der Commerzbank in den kommenden Jahren weiter hoch. Die Bank plant, die
Ausschüttungsquote von 100 % ihres Nettoergebnisses vor außerordentlichen
Einmalposten und nach Abzug von Additional-Tier-1-(AT-1-)Kuponzahlungen
fortzuführen, bis ihre CET-1-Quote die angestrebte Zielmarke von 13,5 %
erreicht. Die Kapitalrückgabe soll weiterhin über eine Kombination aus
Dividenden und Aktienrückkäufen erfolgen.
Bereits für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 will die Commerzbank in Summe
rund 2,7 Mrd. Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben. Dies
entspricht 100 % des Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen und
nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen. Neben zwei abgeschlossenen
Aktienrückkäufen im Gesamtvolumen von rund 1,5 Mrd. Euro plant die Bank die
Zahlung einer Rekorddividende in Höhe von 1,10 Euro je Aktie (2024: 65 Cent
je Aktie), über die die Hauptversammlung am 20. Mai 2026 entscheiden wird.
Daraus ergibt sich eine Dividendenzahlung von insgesamt rund 1,2 Mrd. Euro.
Position der Commerzbank zum Angebot der UniCredit
Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank werden ihre begründete
Stellungnahme einschließlich einer Empfehlung an die Aktionäre nach
Abschluss der umfassenden Prüfung der Angebotsunterlage von UniCredit
abgeben. Unabhängig davon hat die Bank heute eine Präsentation
veröffentlicht, in der sie ausgewählte vorläufige Anmerkungen zum Angebot
der UniCredit und ihrer Präsentation vom 20. April 2026 darlegt.
Aus Sicht der Commerzbank bleibt der Plan, den die UniCredit kommuniziert
hat, vage und birgt erhebliche Umsetzungsrisiken. Gleichzeitig bedient sich
die UniCredit dabei irreführender Darstellungen, die die Commerzbank
diskreditieren. Die Aktionäre der Commerzbank werden von der UniCredit
aufgefordert, einen völlig offenen Ausgang des Angebots zu akzeptieren und
gleichzeitig Wertsteigerungspotenzial und Kontrolle ohne jegliche Prämie
abzugeben.
Die Commerzbank handelt weiterhin im besten Interesse ihrer Aktionäre und
weiteren Stakeholder und bleibt auf nachhaltige Wertschöpfung fokussiert.
Die Bank bleibt gesprächsbereit, sofern UniCredit bereit ist, eine
attraktive Prämie zu bieten und offen über einen Plan zu diskutieren, der
die Säulen des Geschäftsmodells und der Strategie der Commerzbank
berücksichtigt.
Geschäftsentwicklung im ersten Quartal: Provisionsüberschuss legt um 9 % zu
Im ersten Quartal 2026 steigerte die Bank ihre Erträge um 5 % auf 3.219 Mio.
Euro (Q1 2025: 3.072 Mio. Euro). Treiber war dabei einmal mehr das
dynamische Wachstum des Provisionsüberschusses, der um 9 % auf 1.102 Mio.
Euro (Q1 2025: 1.012 Mio. Euro) zulegte. Dazu trugen vor allem das wachsende
Anleiheemissionsgeschäft mit Firmenkunden sowie das anhaltend starke
Wertpapiergeschäft mit Privatkunden bei. Der Zinsüberschuss lag mit 2.047
Mio. Euro trotz gesunkener Leitzinsen nahezu auf dem hohen Niveau des ersten
Quartals 2025 (Q1 2025: 2.071 Mio. Euro). Hier spiegelt sich im Vergleich
zum Vorjahresquartal ein Rückgang des Zinsüberschusses der mBank infolge der
gesunkenen Leitzinsen in Polen wider, während das Ergebnis in Deutschland
vom Kreditwachstum und steigenden Erträgen aus dem Replikationsportfolio
profitierte.
Die Gesamtkosten des Konzerns waren mit 1.719 Mio. Euro im ersten Quartal
stabil (Q1 2025: 1.722 Mio. Euro). Die Verwaltungsaufwendungen, auf die der
Großteil entfiel, gingen leicht auf 1.594 Mio. Euro zurück (Q1 2025: 1.618
Mio. Euro). Bei den Personalaufwendungen wirkten ein geringerer
Bewertungseffekt aus der aktienbasierten variablen Vergütung und
Effizienzmaßnahmen entlastend. Dem gegenüber standen allgemeine
Gehaltsanpassungen sowie Rekrutierungsmaßnahmen an den Shoring- und
Sourcing-Standorten der Commerzbank. Bei der mBank stiegen die Kosten im
Rahmen ihres Wachstumskurses, zudem erhöhten sich die Pflichtbeiträge zum
polnischen Abwicklungsfonds. Bereinigt um die mBank sanken die Kosten im
Konzern um rund 3 % auf 1.390 Mio. Euro (Q1 2025: 1.430 Mio. Euro). Das
erfolgreiche Kostenmanagement der Bank spiegelt sich in der
Cost-Income-Ratio, die sich im ersten Quartal um 3 Prozentpunkte auf 53 %
(Q1 2025: 56 %) verbesserte. Ohne Berücksichtigung der Pflichtbeiträge
verbesserte sich die Cost-Income-Ratio auf 50 % (Q1 2025: 53 %).
Das Risikoergebnis lag im ersten Quartal bei minus 142 Mio. Euro (Q4 2025:
minus 207 Mio. Euro; Q1 2025: minus 123 Mio. Euro). In einem nach wie vor
herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld unterstreicht das Ergebnis die
anhaltend hohe Qualität des Kreditbuches der Commerzbank. Die
Non-Performing-Exposure-Quote (NPE-Quote) betrug unverändert 1,1 % (Q4 2025:
1,1 %).
Die Commerzbank steigerte ihr Operatives Ergebnis in den ersten drei Monaten
dieses Jahres um 11 % und erzielte mit 1.358 Mio. Euro (Q1 2025: 1.227 Mio.
Euro) das beste Quartalsergebnis ihrer Geschichte. Das Nettoergebnis nach
Steuern und Minderheiten verbesserte die Bank ebenfalls deutlich um mehr als
9 % auf 913 Mio. Euro (Q1 2025: 834 Mio. Euro) und setzte damit ihre
Rekordserie fort. Damit war es der beste Jahresauftakt und zugleich das
beste Nettoergebnis im Quartal seit 2011 (Q1 2011: 985 Mio. Euro).
Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank lag zum Stichtag 31. März
2026 bei 14,5 % (31. Dezember 2025: 14,7 %; 31. März 2025: 15,1 %) und
bietet damit einen komfortablen Puffer von 417 Basispunkten zur
regulatorischen Mindestanforderung (MDA-Schwelle) von derzeit rund 10,3 %.
Ihre Nettoeigenkapitalrendite (Net RoTE) verbesserte die Bank im ersten
Quartal deutlich auf 12,7 % (Q1 2025: 11,1 %).
"Die Steigerung der Nettoeigenkapitalrendite auf 12,7 % unterstreicht unsere
wachsende Profitabilität. Die Grundlage dafür sind das anhaltende
Ertragswachstum und die weiter verbesserte Effizienz", sagte Finanzvorstand
Carsten Schmitt. "Damit sind wir optimal aufgestellt, um unsere Renditeziele
bis 2030 zuverlässig zu erreichen und gleichzeitig eine attraktive
Kapitalrückgabe für unsere Investoren zu liefern."
Entwicklung der Segmente: Starkes Kreditwachstum bei Firmenkunden setzt sich
fort
Das Firmenkundensegment erzielte im ersten Quartal Erträge von 1.252 Mio.
Euro (Q1 2025: 1.234 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg um 7 % auf 638
Mio. Euro (Q1 2025: 596 Mio. Euro) und profitierte dabei von der anhaltend
hohen Kreditnachfrage. Das Kreditvolumen wuchs im Vergleich zum
Vorjahresquartal um 16 % auf 120 Mrd. Euro (Q1 2025: 104 Mrd. Euro).
Wachstumstreiber waren erneut die Investitionen deutscher und
internationaler Firmenkunden im Ausland. Auch der Provisionsüberschuss
entwickelte sich sehr gut mit einem Anstieg um 8 % auf 377 Mio. Euro (Q1
2025: 350 Mio. Euro). Maßgebliche Treiber waren das gute
Anleiheemissionsgeschäft mit einer deutlich gestiegenen Zahl an
Transaktionen sowie höhere Erträge aus dem Konsortialkreditgeschäft mit
international tätigen Kunden. Das Operative Ergebnis lag mit 567 Mio. Euro
dennoch unter dem Vorjahreswert (Q1 2025: 603 Mio. Euro), bedingt durch
gestiegene Kosten sowie ein höheres Risikoergebnis.
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland entwickelte sich
weiter positiv und erhöhte die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal
deutlich um rund 8 % auf 1.264 Mio. Euro (Q1 2025: 1.173 Mio. Euro). Der
Zinsüberschuss stieg um 9 % auf 658 Mio. Euro (Q1 2025: 602 Mio. Euro),
unterstützt durch Effekte aus dem aktiven Einlagenmanagement. Der
Provisionsüberschuss entwickelte sich ebenfalls sehr gut und legte um 9 %
auf ein historisches Niveau von 595 Mio. Euro zu (Q1 2025: 546 Mio. Euro).
Haupttreiber waren das volumen- und transaktionsbasierte Wachstum des
Wertpapiergeschäfts sowie ein gestiegener Beitrag aus dem Zahlungsverkehr,
der vor allem auf die Einführung des neuen Preismodells für Girokonten
zurückzuführen ist. Insbesondere das Brokerage-Geschäft der comdirect
entwickelte sich positiv. Ihre Kundinnen und Kunden handelten mehr als
bereits im starken Vorjahresquartal. Das Wertpapiervolumen erhöhte sich per
Ende März im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich um 19 Mrd. Euro auf 261
Mrd. Euro (Q1 2025: 243 Mrd. Euro). Das durchschnittliche Kreditvolumen
blieb insgesamt stabil bei 126 Mrd. Euro (Q1 2025: 125 Mrd. Euro). Den mit
Abstand größten Anteil daran hatte das Baufinanzierungsvolumen, das mit 96
Mrd. Euro ebenfalls unverändert auf dem Niveau des Vorjahresquartals lag (Q1
2025: 96 Mrd. Euro). Das Neugeschäftsvolumen belief sich wie bereits im
Vorquartal auf 2,1 Mrd. Euro. Infolge der positiven Ertragsentwicklung
steigerte das Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland das
Operative Ergebnis um 7 % auf 458 Mio. Euro (Q1 2025: 429 Mio. Euro).
Die polnische Tochtergesellschaft mBank erhöhte ihre Erträge im ersten
Quartal um 27 % auf 682 Mio. Euro (Q1 2025: 536 Mio. Euro). Maßgeblich trug
dazu die gesunkene Vorsorge für Rechtsrisiken aus Fremdwährungskrediten bei,
die mit 17 Mio. Euro signifikant unter dem Niveau des Vorjahresquartals lag
(Q1 2025: 158Mio.Euro). Der Provisionsüberschuss erhöhte sich dank hoher
Kundenaktivitäten, unter anderem im Wertpapiergeschäft, um 12 % auf 139 Mio.
Euro (Q1 2025: 125 Mio. Euro) und leistete damit einen erfreulichen Beitrag
zur positiven Ertragsentwicklung. Der Zinsüberschuss ging vor allem infolge
von Zinssenkungen in Polen auf 521 Mio. Euro zurück (Q1 2025: 600 Mio.
Euro). Dies wurde jedoch zum überwiegenden Teil durch positive Effekte aus
Zinsabsicherungsinstrumenten kompensiert, die im Fair-Value-Ergebnis
ausgewiesen werden. Im Einlagen- und Kreditgeschäft verzeichnete die mBank
signifikante Volumensteigerungen. Insgesamt erhöhte sich das Operative
Ergebnis der mBank im ersten Quartal deutlich um 62 % auf 329 Mio. Euro (Q1
2025: 204 Mio. Euro).
Ausblick 2026: Exzellenter Jahresauftakt als Ausgangsbasis für höhere Ziele
Der starke Auftakt gibt der Commerzbank Rückenwind für die Erhöhung des
Gewinnziels für dieses Jahr auf mindestens 3,4 Mrd. Euro von bisher mehr als
3,2 Mrd. Euro. Darin ist unter anderem die auf rund 8,6 Mrd. Euro (bisher:
rund 8,5 Mrd. Euro) erhöhte Prognose für den Zinsüberschuss enthalten. Für
den Provisionsüberschuss strebt die Bank weiterhin ein Wachstum von rund 7 %
an. Insgesamt erwartet die Bank für das Gesamtjahr Erträge in Höhe von rund
13,2 Mrd. Euro. Bei den Kosten rechnet sie mit rund 7 Mrd. Euro. Dank des
anhaltend aktiven Kostenmanagements und der angehobenen Ertragserwartungen
plant die Bank nun mit einer Cost-Income-Ratio inklusive Pflichtbeiträgen
von rund 53 %. Im Februar dieses Jahres war sie noch von rund 54 %
ausgegangen. Das Risikoergebnis sieht die Bank trotz des schwierigen
Umfeldes weiterhin bei rund 850 Mio. Euro. Die CET-1-Quote erwartet die
Commerzbank zum Jahresende unverändert bei mehr als 14 %. Unter dem Strich
strebt die Bank damit eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 12 % an. Zuvor
hatte sie mit mehr als 11,2 % gerechnet.
Übersicht über wesentliche Finanzkennzahlen
in Mio. Euro Q1 Q1 Q1 2026 Q4 Q1 2026 GJ
2026 2025 vs. Q1 2025 vs. Q4 2025
2025 (in 2025 (in
%) %)
Zinsüberschuss 2.047 2.071 - 1,1 2.049 - 0,1 8.226
Provisionsüber- 1.102 1.012 + 8,9 1.029 + 7,1 4.029
schuss
Fair-Value-Er- 33 14 74 - 54,8 14
gebnis1
Sonstige 36 - 24 - 11 - 98
Erträge
Erträge 3.219 3.072 + 4,8 3.141 + 2,5 12.171
Erträge ohne 3.200 3.125 + 2,4 3.132 + 2,2 12.283
Sondereffekte
Risikoergebnis - 142 - 123 - 15,0 - 207 + 31,5 - 722
Verwaltungsauf- 1.594 1.618 - 1,5 1.809 - 11,9 6.666
wendungen
Pflichtbeiträge 125 104 + 20,1 59 274
Operatives 1.358 1.227 + 10,7 1.067 + 27,3 4.509
Ergebnis
Restrukturie- 1 40 - 97,6 9 - 88,9 562
rungsaufwendun-
gen
Ergebnis vor 1.357 1.187 + 14,4 1.059 + 28,2 3.947
Steuern
Steuern 373 306 + 22,1 259 + 44,5 1.089
Minderheiten 71 46 + 53,5 63 + 13,5 234
Konzernergeb- 913 834 + 9,4 737 + 23,8 2.625
nis2
Cost-Income-Ra- 49,5 52,7 57,6 54,8
tio im
operativen
Geschäft exkl.
Pflichtbeiträge
(%)
Cost-Income-Ra- 53,4 56,1 59,4 57,0
tio im
operativen
Geschäft inkl.
Pflichtbeiträ-
gen (%)
Operativer RoTE 17,0 14,9 13,4 13,9
(%)
Netto-RoTE (%) 12,7 11,1 10,0 8,7
Netto-RoE (%) 12,0 10,6 9,6 8,3
CET-1-Quote 14,5 15,1 14,7 14,7
(%)3
Leverage Ratio 4,3 4,6 4,3 4,3
Bilanzsumme 603 574 590 590
(Mrd. Euro)
1 Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
2 Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares
Konzernergebnis.
3 Die Berücksichtigung von Zwischengewinnen im CET 1 steht im Einklang mit
dem Ziel einer Ausschüttungsquote von 100 % und bedarf der Zustimmung der
EZB.
Die Veranstaltungen des Tages im Überblick:
* 9.00 Uhr MESZ: Onlinetelefonkonferenz für Analystinnen und Analysten zu
den Ergebnissen des ersten Quartals 2026 und zum Strategie-Update bis
2030 ("listen-only", in englischer Sprache)
* 10.45 Uhr MESZ: Onlinetelefonkonferenz für Journalistinnen und
Journalisten zu den Geschäftszahlen des ersten Quartals 2026 und zum
Strategie-Update bis 2030 (in deutscher Sprache; registrieren Sie sich
bitte etwa 15 Minuten vor Beginn)
Die Unterlagen zum Geschäftsergebnis des ersten Quartals 2026 und zum
Strategie-Update bis 2030 der Commerzbank können ab etwa 7.00 Uhr im
Internet abgerufen werden.
Pressekontakt
Erik Nebel +49 69 9353-45712
Svea Junge +49 69 9353-45691
Kontakt für Investoren
Ansgar Herkert +49 69 9353-47706
Ute Sandner +49 69 9353-47708
Über die Commerzbank
Mit ihren beiden Geschäftssegmenten - Firmenkunden sowie Privat- und
Unternehmerkunden - bietet die Commerzbank als Universalbank ein umfassendes
Portfolio an Finanzdienstleistungen. Sie ist die führende Bank im
Firmenkundengeschäft in Deutschland und für den deutschen Mittelstand sowie
starke Partnerin von rund 24.000 Firmenkundenverbünden und begleitet mit
einem Anteil von rund 30 % den deutschen Außenhandel. Mit einer Präsenz in
mehr als 40 Ländern ist die Commerzbank überall dort vertreten, wo ihre
Mittelstandskunden, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden sie
benötigen. Zudem begleitet die Commerzbank internationale Kunden mit einem
Geschäftsbezug zu Deutschland, Österreich oder der Schweiz sowie Unternehmen
aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Mit einem angelegten Vermögen von mehr
als 400 Mrd. Euro ist die Commerzbank zugleich eine der führenden Banken für
Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. Unter der Marke Commerzbank
bietet sie mit ihrem Omnikanalansatz ein umfangreiches Leistungs- und
Serviceangebot: online und mobil, telefonisch und per Video im
Beratungscenter sowie persönlich an ihren rund 400 Standorten bundesweit.
Unter der Marke comdirect bietet sie als digitale Hauptbank rund um die Uhr
alle Kernleistungen und als Leistungsbroker Lösungen für das Sparen, Anlegen
und Handeln mit Wertpapieren. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A.
ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 6 Millionen Privat- und
Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und
der Slowakei.
Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Dabei handelt
es sich um Aussagen, die keine Tatsachen der Vergangenheit beschreiben.
Solche Aussagen in dieser Mitteilung betreffen unter anderem die erwartete
zukünftige Geschäftsentwicklung der Commerzbank, erwartete Effizienzgewinne
und Synergien, erwartete Wachstumsperspektiven und sonstige Chancen für eine
Wertsteigerung der Commerzbank sowie die erwarteten zukünftigen finanziellen
Ergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige Finanzentwicklungen
und -angaben. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf
aktuellen Planungen, Erwartungen, Schätzungen und Prognosen des Vorstands.
Sie sind von einer Reihe von Annahmen abhängig und unterliegen bekannten und
unbekannten Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren, die dazu führen
können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen wesentlich von
jenen abweichen, die durch diese in die Zukunft gerichteten Aussagen
ausgedrückt oder impliziert werden. Solche Faktoren sind unter anderem die
Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und in anderen
Regionen, in denen die Commerzbank einen erheblichen Teil ihrer Erträge
erzielt und einen erheblichen Teil ihrer Vermögenswerte hält, die
Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten,
insbesondere aufgrund der andauernden europäischen Schuldenkrise, der
mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften,
die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen zur Verbesserung des
Geschäftsmodells, die Verlässlichkeit ihrer Grundsätze, Verfahren und
Methoden zum Risikomanagement, Risiken aufgrund regulatorischer Änderungen
sowie andere Risiken. In die Zukunft gerichtete Aussagen gelten deshalb nur
an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Commerzbank ist nicht
verpflichtet, die in dieser Mitteilung enthaltenen, in die Zukunft
gerichteten Aussagen auf den neuesten Stand zu bringen oder abzuändern, um
Ereignisse oder Umstände zu reflektieren, die nach dem Datum dieser
Mitteilung eintreten.
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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Commerzbank Aktiengesellschaft
Kaiserstraße 16
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