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Deutsche Telekom: Das müssen Anleger vor den Zahlen wissen

Deutsche Telekom: Das müssen Anleger vor den Zahlen wissen

11.5.2026 15:10:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.

In den vergangenen Wochen fehlten bei der Aktie der Deutschen Telekom die Impulse. Das könnte sich jedoch an diesem Mittwoch, 13. Mai, ändern. Dann legt der Magenta-Konzern die Zahlen für das erste Quartal vor und dürfte sich auch zu den Perspektiven rund um die wichtige Tochter T-Mobile US äußern. Das müssen Anleger im Vorfeld wissen.

Grundsätzlich will das Management um Telekom-Chef Timotheus Höttges dank der brummenden Geschäfte von T-Mobile US auch 2026 weiter zulegen. So soll sich der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn inklusive Leasingkosten (EBITDA AL) um sieben Prozent auf rund 47,4 Milliarden Euro verbessern. Ein Jahr zuvor wurden 44,2 Milliarden verbucht. Der bereinigte Free Cashflow AL soll 2026 auf rund 19,8 Milliarden Euro ansteigen nach rund 19,5 Milliarden im Vorjahr.

Beim Ausblick wurde aber ein Wechselkurs von 1,13 US-Dollar je Euro einkalkuliert. Mittlerweile hat sich der Euro deutlich verteuert und liegt bei über 1,17 Dollar. Bei der reinen Umrechnung der Zahlen aus dem US-Geschäft könnte das also auf Jahressicht bremsen.

Mittlerweile macht die Deutsche Telekom den größten Teil ihrer Umsätze im Ausland, vor allem in den USA. Das US-Geschäft läuft dabei weiter gut, wie aus den bereits veröffentlichten Quartalszahlen der US-Tochter hervorging. So konnte die Zahl der Vertragskunden deutlich über den Erwartungen von Analysten gesteigert werden. Zudem wurden die Jahresziele für Vertragskundenzuwachs, operativen Gewinn und Zahlungsmittelzufluss etwas angehoben.

Die Telekom folgt ihrer wichtigsten Sparte oft, wenn diese ihre Finanzziele anpasst. Durch unterschiedliche Buchhaltungsverfahren und nicht zuletzt schwankende Wechselkurse übertragen sich die Änderungen bei der US-Tochter aber meist nicht eins zu eins auf den Konzern.

Die von der Telekom befragten Analysten erwarten für das erste Quartal im Schnitt einen Umsatz von rund 29,7 Milliarden Euro, nach knapp 29,8 Milliarden ein Jahr zuvor. Das bereinigte EBITDA AL) wird mit 11,35 Milliarden Euro etwa auf dem Vorjahresniveau erwartet.

Für das Gesamtjahr erwarten die Analysten einen Umsatz von knapp 122,3 Milliarden Euro, gegenüber 119,1 Milliarden im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA AL wird bei 46,55 Milliarden Euro gesehen, der Free Cashflow AL bei knapp 19,5 Milliarden Euro.

Enthält Material von dpa-AFX

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