In den vergangenen Wochen pendelte der Zero Plastic Index lediglich seitwärts. Doch die Aussichten für die sieben Unternehmen im Index, die dazu beitragen können, die immer weiter ausufernde Plastikflut rund um den Globus einzudämmen, bleiben durchaus gut. Zuletzt gab es positive Meldungen von den beiden aktuellen "Index-Schwergewichten".
So will der Metall-Recycler Derichebourg (derzeitige Gewichtung: 16,5 Prozent) sein Geschäft in Europa mit der Akquisition der Scholz Recycling Group kräftig ausbauen. Der Zukauf beschäftigte zuletzt 3.500 Menschen an mehr als 180 Standorten weltweit. Vor allem in Deutschland respektive Europa verfügt der Metallrecycler über eine starke Marktstellung. Durch die Übernahme durch Derichebourg entsteht laut eigenen Angaben „ein europäisches Schwergewicht der Kreislaufwirtschaft bei Stahl- und Metallschrotten“. Derichebourg-Chef Abderaman El Aoufir erklärte: "Diese Vereinbarung stellt einen entscheidenden Schritt in unserer internationalen Expansionsstrategie dar. Dank der Stärke unserer Bilanz und unserer industriellen Vision konnten wir eine attraktive Marktchance wahrnehmen.“
Auch bei dem mit einer Gewichtung von 16,4 Prozent derzeit zweitwichtigsten Indexmitglied Befesa läuft es weiterhin rund. Die Aktie des Verwerters von Metallstäuben und Salzschlacken kämpft sich allmählich wieder näher an das bisherige Jahreshoch bei 35,65 Euro heran. Rückenwind gab es zuletzt von mehreren positiven Analystenkommentaren. So hat etwa das Analysehaus Jefferies den fairen Wert für die Aktie von 38,00 auf 43,00 Euro erhöht. Das Anlagevotum lautet unverändert "Buy". Fabian Piasta verweist darauf, dass Befesa nun vor einer Phase höherer Auslastungen der Kapazitäten steht. Diese Entwicklung dürfte die Gewinne des SDAX-Konzerns antreiben. Auch die Experten der UBS raten weiterhin zum Kauf der Befesa-Anteilscheine. Deren Analyst Olivier Calvet beziffert den fairen Wert sogar auf 46,00 Euro.