MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Münchner Merkur" zu Koalitionsausschuss:
"Mangels Aussicht auf Einigung bei wesentlichen Reformvorhaben hatten die zerstrittenen Koalitionäre ihren Gipfel am Dienstagabend vorsorglich zur "Therapiesitzung" umdeklariert. Das war, wie sich zeigte, bitter nötig: Wie die DGB-Funktionäre Friedrich Merz bei seiner Gastrede auf ihrem Jahreskongress behandelten, war unterirdisch - und weder SPD-Chefin Bärbel Bas noch ihr Tandempartner Lars Klingbeil hatten den Anstand, ihren Kanzler in Schutz zu nehmen. Das hielt auch die DGB-Chefin und frühere SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi nicht für nötig. Beschämend. Bis jetzt hieß es stets, vor dem DGB-Kongress könne die SPD-Spitze sich auf keine Kompromisse bei Rente, Steuern und Arbeitsmarkt einlassen. Jetzt wissen die Spitzen der Koalition: Das wird sich auch nach dem DGB-Kongress im Wesentlichen nicht ändern."/yyzz/DP/nas