18.5.2026 06:01:00 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.An den Edelmetallmärkten ist die Stimmung am Freitag deutlich gekippt. Der Preis für eine Feinunze fiel zuletzt bis auf 4.480 Dollar und markierte damit den tiefsten Stand seit Ende März. Auch bei Silber und Industriemetallen wie Kupfer dominierten Verkäufe. Nachdem sich Silber zuletzt noch extrem stark präsentiert hatte, sackte es zuletzt zeitweise bis auf 73,89 Dollar ab. Damit sind fast sämtliche Jahresgewinne wieder aufgebraucht.• Gold fällt auf den tiefsten Stand seit Ende März.
• Auch Silber verliert trotz zuvor starker Entwicklung deutlich an Wert.
• Inflationssorgen, hohe Zinsen und der starke Dollar belasten die Edelmetalle.
Als Belastungsfaktor gilt vor allem die enttäuschte Hoffnung auf politische Fortschritte im Konflikt mit dem Iran. Anleger hatten sich vom Treffen zwischen Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump in Peking stärkere Impulse erhofft. Nachdem Trump inzwischen die Heimreise angetreten hat, rückten stattdessen steigende Ölpreise in den Fokus. Das schürt Sorgen vor höherer Inflation und könnte die Notenbanken zu einer strafferen Geldpolitik zwingen.Genau das setzt Gold zusätzlich unter Druck. Höhere Zinsen machen festverzinsliche Anlagen attraktiver, während Gold selbst keine laufenden Erträge liefert. Seit Beginn des Krieges Ende Februar lasten deshalb die veränderten Zinserwartungen auf dem Edelmetall. Derzeit rechnen Marktteilnehmer damit, dass die US-Notenbank vorerst auf Zinssenkungen verzichtet. Von der EZB werden dagegen weitere Zinserhöhungen erwartet.Hinzu kommt der starke Dollar. Da Gold international in der US-Währung gehandelt wird, verteuert ein steigender Greenback das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums – die Nachfrage sinkt.Silber hatte zuletzt noch von seiner Rolle als Industriemetall profitiert und vorübergehend wieder auf fast 90 Dollar zulegen können. Zusätzlichen Auftrieb erhielt Silber durch einen Bericht der Analysefirma Shanghai Metals Markets. Diese berichtete, dass Peru aufgrund der angespannten Energieversorgung den Notstand ausrufen könnte, was sich auch auf die Förderung bedeutender Industriemetalle auswirken würde. Hier zum vollständigen Artikel