• Nvidia hat mit seinen Zahlen zum ersten Quartal die Erwartungen übertroffen.
• Die Quartalsdividende steigt von einem auf 25 Cent je Aktie.
• Nivida hat angekündigt, Aktienrückkäufe in Höhe von 80 Milliarden Dollar zu tätigen.
Die Erwartungen im Vorfeld waren wie gewohnt gigantisch. Die Wall Street hatte beim Gesamtumsatz mit einem massiven Sprung von 80 Prozent auf 79,2 Milliarden Dollar gerechnet. Nvidia meldete nun tatsächlich einen Umsatz von 81,4 Milliarden Dollar. Auch beim operativen Gewinn (EBIT) lag die Latte mit geschätzten 52,1 Milliarden Dollar (+125 Prozent) extrem hoch – das reale Ist-Ergebnis beläuft sich auf 54,3 Milliarden Dollar.
Unterm Strich verbuchte die Wachstumsmaschine einen Nettogewinn von 45,6 Milliarden Dollar (Erwartung: 43,3 Milliarden Dollar). Auch der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,87 Dollar klar über den erwarteten 1,76 Dollar. Besonders im Fokus stand diesmal die Profitabilität, da Analysten im Vorfeld wegen steigender Preise für Speicherchips und teurerem Chip-Packaging leichte Sorgen geäußert hatten. Doch Nvidia lieferte ab: Die stark beachtete Bruttomarge lag im abgelaufenen Quartal bei 75,3 Prozent, während der Konsens im Vorfeld von stabilen 75 Prozent ausgegangen war.
Dass die Nvidia-Story intakt bleibt, verdankt der Konzern primär seiner alles dominierenden KI-Sparte. Das Segment Data Center bleibt die unangefochtene treibende Kraft. Befeuert von einem beispiellosen Superzyklus rund um die neuen Blackwell-Architekturen und dem Hochlaufen der Rubin-Chips, erlöste die Sparte im Q1 phänomenale 75,8 Milliarden Dollar. Damit wird das von Analysten für das Gesamtjahr ausgegebene Segmentziel von rund 348,7 Milliarden Dollar fundamental untermauert. Der KI-Urvater zeigt den Verfolgern weiterhin nur die Rücklichter, da sich der adressierbare Markt längst über die klassischen Hyperscaler hinaus auf große Cloudkonzerne ausweitet.
Mindestens ebenso wichtig wie die Vergangenheit ist an der Börse die Zukunft. Für das laufende zweite Quartal forderten die Analysten noch eine Schippe mehr: Der Markt verlangte im Schnitt einen Umsatz von 87,3 Milliarden Dollar (+87 Prozent) sowie ein EBIT von 58 Milliarden Dollar. Jensen Huang enttäuschte nicht und gab eine solide Guidance für den Umsatz von 89,5 Milliarden Dollar aus.
Außerdem sollen 80 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe investiert werden. Der Vorstand des Chipherstellers hatte die Pläne zuvor abgesegnet. Außerdem soll die Quartalsdividende von einem auf 25 Cent je Aktie springen. Die Dividende steigt demnach um 2.400 Prozent.
Die mit Spannung erwartete nachbörsliche Reaktion der Aktie ließ nicht lange auf sich warten: In einer ersten Reaktion notierte das Papier im nachbörslichen US-Handel 0,4 Prozent fester.
FAQs
1. Warum ist Nvidia für den KI-Boom so wichtig?
Nvidia liefert die Hochleistungschips, die große KI-Modelle trainieren und betreiben. Besonders gefragt sind die GPUs des Konzerns in Rechenzentren großer Cloudanbieter.
2. Schüttet Nvidia Dividenden aus?
Ja, aber trotz einer Erhöhung der Quartalsdividende um 2.400 Prozent auf 25 Cent je Aktie sind diese kaum der Rede wert, da die Dividendenrendite gerade einmal 0,45 Prozent beträgt.
3. Warum ist Nvidia beim Thema KI so wichtig?
Nvidias Grafikprozessoren und KI-Beschleuniger liefern die Rechenleistung für große KI-Modelle und Rechenzentren.