ROUNDUP 2: Brüssel traut Deutschland nur noch Mini-Wachstum zu
BRÜSSEL/FRANKFURT - Der Iran-Krieg macht die Hoffnung auf einen Wirtschaftsaufschwung in Deutschland 2026 zunichte. Auch die Europäische Kommission halbierte ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum der größten Volkswirtschaft Europas wegen der in die Höhe geschnellten Energiepreise: Nur noch 0,6 Prozent Plus traut Brüssel Deutschland im laufenden Jahr zu. Im Herbst hatte die EU-Kommission noch einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,2 Prozent prognostiziert. 2027 könnte es mit 0,9 Prozent Plus etwas besser werden.
USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken leicht
WASHINGTON - In den USA haben sich die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche nur wenig verändert. Die Hilfsanträge gingen um 3.000 auf 209.000 zurück, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten das in etwa erwartet.
ROUNDUP: Japan mit unerwartet starkem Exportwachstum
TOKIO - Japans Exporte sind im April angetrieben von einer anhaltend starken Nachfrage aus China und Europa erneut kräftig gestiegen. Das Volumen der Ausfuhren sei im Jahresvergleich um 14,8 Prozent auf 10,5 Billionen Yen (57 Mrd Euro) gestiegen, teilte das Finanzministerium am Donnerstag in Tokio mit. Damit beschleunigte sich das Exportwachstum überraschend.
Bundesbank erwartet Stagnation wegen Iran-Krieg
FRANKFURT - Die Folgen des Iran-Krieges bremsen die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Bundesbank im laufenden Quartal aus. Insgesamt sei aus heutiger Sicht mit Stagnation zu rechnen, schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht Mai: "Im zweiten Quartal belasten die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten die deutsche Wirtschaft wohl breiter und spürbarer." Wie stark der Krieg die Konjunktur belasten wird, hänge entscheidend von seiner Dauer ab.
Großbritannien: Iran-Krieg lässt Firmenstimmung einbrechen - 'Perfekter Sturm'
LONDON - Die Stimmung in den Unternehmen Großbritanniens hat sich im Mai überraschend stark eingetrübt und deutet auf ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivitäten hin. Belastet wurde die Stimmung durch einen Einbruch im Bereich Dienstleistungen infolge steigender Lebenshaltungskosten. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global fiel im Vergleich zum Vormonat um 4,1 Punkte auf 48,5 Punkte, wie S&P am Donnerstag in London laut einer ersten Schätzung mitteilte.
Trump-Zölle senken Deutschlands Exportüberschuss in die USA
WIESBADEN - Der deutsche Handel mit den USA leidet erkennbar unter den von der Trump-Regierung erhöhten Zollschranken. Zwar exportiert Deutschland weiterhin mehr Waren in die Vereinigten Staaten als von dort bezogen werden. Mit 12,4 Milliarden Euro war der Exportüberschuss im ersten Quartal jedoch um fast ein Drittel (30,5 Prozent) geringer als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Zu dem Rückgang trugen maßgeblich hohe Einfuhrzölle auf Importe von Kraftfahrzeugen aus Europa bei.
ROUNDUP: Merz will Sonderstatus für Ukraine - EU-Beitritt erst später
BRÜSSEL/BERLIN - Bundeskanzler Friedrich Merz schlägt für die Ukraine einen Sonderstatus als "assoziiertes Mitglied" der EU vor, weil ein schneller vollständiger Beitritt aus seiner Sicht ausgeschlossen ist. In einem Brief an die EU-Spitzen erklärt der CDU-Politiker, dass Russlands Nachbarland so enger in Institutionen wie den Ministerrat und die Europäische Kommission eingebunden werden könnte. Volle Mitgliedschafts- und Stimmrechte soll die Ukraine zunächst aber nicht bekommen.
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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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