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EQS-News: SBO: Trendwende beim Auftragseingang in Q1 trotz angespannten Marktumfelds bestätigt (deutsch)

EQS-News: SBO: Trendwende beim Auftragseingang in Q1 trotz angespannten Marktumfelds bestätigt (deutsch)

21.5.2026 05:00:20 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 8 min.

SBO: Trendwende beim Auftragseingang in Q1 trotz angespannten Marktumfelds bestätigt

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EQS-News: SBO AG / Schlagwort(e): Quartalsergebnis
SBO: Trendwende beim Auftragseingang in Q1 trotz angespannten Marktumfelds
bestätigt

21.05.2026 / 07:00 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

* Auftragseingang stieg auf MEUR 117,6, plus 18,5% gegenüber dem
Vorquartal; Book-to-bill-Ratio bei 1,2

* Umsatz mit MEUR 98,5 auf Vorquartalsniveau, aber 23,7% unter Q1 2025

* EBITDA bei MEUR 11,4 (Q1 2025: MEUR 26,4); EBIT bei MEUR 2,7 (Q1 2025:
MEUR 18,3)

* Strategieumsetzung auf Kurs: Wachsender Anteil des Auftragseingangs aus
neuen Geschäftsbereichen

* Markteinführung der Hochleistungslegierung H720 für Flow Control-
Anwendungen in Subsea und darüber hinaus

* Nettoverschuldung bleibt trotz Investitionen in Diversifizierung mit
MEUR 82,8 gering (31.12.2025: MEUR 78,1)


Wien/Ternitz, 21. Mai 2026. Im ersten Quartal 2026 setzte die SBO AG, im
Leitindex ATX der Wiener Börse notiert, die Umsetzung ihrer langfristigen
Strategie fort. Im Fokus standen die Integration von 3T Additive
Manufacturing Limited und das Bündeln der europäischen
Additive-Manufacturing-Aktivitäten unter "SBO Additive Europe", das Wachstum
des Geothermiegeschäfts sowie Expansionsschritte in Afrika und Asien.
Darüber hinaus erzielte SBO technologische Fortschritte, etwa durch die
Markteinführung der Hochleistungslegierung H720 für Flow
Control-Anwendungen, und investierte in Fertigungs- und Servicekapazitäten.

Das Marktumfeld war zunächst von einer positiven Dynamik geprägt, bevor die
geopolitische Eskalation im Nahen Osten ab Ende Februar zu erheblichen
Verwerfungen auf den globalen Öl- und Gasmärkten führte. Die Auswirkungen
auf Logistik und Lieferketten sorgten für erhöhte Unsicherheit und deutliche
Preisvolatilität bei Öl und Gas. In der Geschäftsentwicklung von SBO zeigten
sich zwei gegenläufige Entwicklungen: Während der Auftragseingang nach der
Schwäche im zweiten Halbjahr 2025 deutlich anzog und damit eine Trendwende
signalisierte, spiegelten Umsatz und Ergebnis weiterhin den niedrigen
Auftragseingang des zweiten Halbjahres sowie verzögerte Umsatzrealisierung
durch den Konflikt im Nahen Osten wider. Entsprechend lagen Umsatz und
Ergebnis erwartungsgemäß auf dem Niveau von Q4 2025.

Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal 2026 auf MEUR 117,6 (Q1 2025:
MEUR 108,3), ein Anstieg von 8,5% gegenüber dem Vorjahr und 18,5% gegenüber
dem Vorquartal (Q4 2025: MEUR 99,2). Der Auftragsbestand erhöhte sich zum
31. März 2026 auf MEUR 106,0 (31. Dezember 2025: MEUR 89,5), was einem
Zuwachs von 18,4% entspricht. Der Umsatz lag mit MEUR 98,5 leicht über dem
Niveau des Vorquartals (Q4 2025: MEUR 97,1), aber um 23,7 % unter dem hohen
Vorjahresniveau (Q1 2025: MEUR 129,2). Wie im Vorquartal war dies eine Folge
des geringen Auftragseingangs im zweiten Halbjahr 2025 und entsprach den
Erwartungen des Managements.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug MEUR
11,4 (Q1 2025: MEUR 26,4), die EBITDA-Marge lag bei 11,6% (Q1 2025: 20,4%).
Trotz des herausfordernden Marktumfelds konnte eine zweistellige
EBITDA-Marge erzielt werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging auf MEUR 2,7
(Q1 2025: MEUR 18,3) zurück, die EBIT-Marge lag bei 2,8% (Q1 2025: 14,2%).
Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die geringe Kapazitätsauslastung in der
Precision Technology-Division sowie auf logistikbedingte Einschränkungen in
der Energy Equipment-Division im Nahen Osten und auf das Hochfahren des
Reline- und Vertriebszentrums in den USA zurückzuführen. Zudem hatte der
schwächere US-Dollar einen negativen Einfluss auf das Ergebnis.

Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR 0,8 (Q1 2025: MEUR 17,4), das Ergebnis
nach Steuern MEUR 0,0. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf EUR 0,0 (Q1
2025: EUR 0,83).

CEO Klaus Mader sagt: "Im ersten Quartal 2026 hat sich der Auftragseingang
gegenüber den vergangenen Quartalen deutlich erhöht. Damit setzt sich der
positive Trend seit Ende 2025 fort. Wie erwartet entwickelten sich Umsatz
und Ergebnis ähnlich zum Vorquartal, blieben aber aufgrund des schwächeren
Auftragseingangs des zweiten Halbjahres unter dem hohen Vorjahresniveau."


Segmente

Das Geschäft von SBO ist in zwei Segmente gegliedert: Precision Technology
(PT) und Energy Equipment (EE). In der Precision Technology-Division erhöhte
sich der Auftragseingang im ersten Quartal 2026 aufgrund der gestiegenen
Nachfrage nach Hochpräzisionskomponenten und Hochleistungswerkstoffen für
die Öl- und Gasindustrie. Zudem legte der Auftragseingang für
diversifizierte Anwendungen in den Bereichen Additive Manufacturing (Luft-
und Raumfahrt, Verteidigung, Energie und anderen Industrien) und Subsea Flow
Control deutlich zu. Der Umsatz lag mit MEUR 38,7 (Q1 2025: MEUR 57,6),
bedingt durch die geringe Auftragslage des zweiten Halbjahres 2025, deutlich
unter dem Vorjahreswert. Das EBITDA erreichte MEUR 2,0 (Q1 2025: MEUR 14,1),
die EBITDA-Marge betrug 5,0% (Q1 2025: 24,5%). Das EBIT lag bei MEUR -1,5
(Q1 2025: MEUR 11,1), die EBIT-Marge bei -3,9% (Q1 2025: 19,3%).

Die Energy Equipment-Division setzte im ersten Quartal die Entwicklung des
Vorquartals fort. Der Umsatz im Jahresvergleich lag hingegen um 16,6% unter
dem Vorjahr bei MEUR 59,8 (Q1 2025: MEUR 71,6). Die Auswirkungen des
Konflikts im Nahen Osten waren in dieser Division spürbar: Logistische
Einschränkungen machten den Einsatz von Produkten und Dienstleistungen vor
Ort vielfach unmöglich. Dadurch konnten auch geplante Tool-Verkäufe nicht
umgesetzt werden. Zusätzlich war das Ergebnis durch das Hochfahren des
Reline- und Vertriebszentrums in Houston beeinflusst, dessen positiver
Beitrag sich in den kommenden Quartalen niederschlagen wird. Das EBITDA der
Division betrug MEUR 9,9 (Q1 2025: MEUR 13,5). Die EBITDA-Marge der Division
lag bei 16,6% (Q1 2025: 18,8%). Das EBIT betrug MEUR 4,8 (Q1 2025: MEUR
8,5), die EBIT-Marge lag bei 8,0% (Q1 2025: 11,9%).


Exzellente Bilanz

SBO verfügt weiterhin über eine exzellente Bilanzstruktur. Das Eigenkapital
belief sich zum 31. März 2026 auf MEUR 433,2 (31. Dezember 2025: MEUR
421,9), wobei die Entwicklung des USD (1 EUR = 1,1498 USD zum 31. März 2026
gegenüber 1,1750 USD zum 31. Dezember 2025) in einer Erhöhung der
Währungsumrechnungsrücklage um MEUR 11,3 resultierte. Das führte zu einer
Eigenkapitalquote von 47,8% (31. Dezember 2025: 47,2%).

Die Nettoverschuldung betrug MEUR 82,8 (31. Dezember 2025: MEUR 78,1), das
Gearing lag bei 19,1% (31. Dezember 2025: 18,5%). Der Cashflow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf MEUR 6,3 (Q1 2025: MEUR 22,7).
Der Freie Cashflow lag bei MEUR -7,1 (Q1 2025: MEUR 13,3). Der Bestand an
liquiden Mitteln lag zum Stichtag bei MEUR 277,4 (31. Dezember 2025: MEUR
281,5).


Ausblick

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für die globale
Ölnachfrage 2026 aufgrund der geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten und
der sich eintrübenden Weltkonjunktur deutlich nach unten revidiert. Klar
ist, dass die Dauer der Lieferunterbrechungen maßgeblich davon abhängen
wird, wie rasch der kriegerische Konflikt eine Behebung der
Logistikstörungen zulässt und sich die Lieferketten der
Oilfield-Service-Industrie in der Region wieder normalisieren. Angesichts
dieser Entwicklungen gehen Marktexperten davon aus, dass der Ölpreis bis auf
Weiteres oberhalb des Vorkonfliktniveaus verharren wird, was einen
tragfähigen und nachhaltigen Investitionsrahmen für die Öl- und Gasindustrie
unterstützen sollte.

Energieversorgungssicherheit ist zur strategischen Priorität geworden und
manifestiert sich in drei strukturellen Treibern, die mittel- bis
langfristig die Nachfrage nach SBO-Produkten und Services unterstützen: die
Wiederauffüllung der abgebauten kommerziellen und strategischen
Lagerbestände, die Diversifizierung der Versorgung mit breiterer Streuung
der Bezugsquellen sowie der beschleunigte Ausbau lokaler Ressourcen zur
Stärkung der langfristigen Resilienz. Einige Marktexperten rechnen in den
kommenden Monaten mit einer Erholung der nordamerikanischen Bohraktivität,
da insbesondere US-Onshore-Bohrungen vergleichsweise schnell wieder
hochgefahren werden können, um Lieferausfälle zumindest teilweise zu
kompensieren.

SBO verzeichnete im ersten Quartal 2026 eine positive Entwicklung beim
Auftragseingang, insbesondere getragen von einer sichtbaren Erholung in der
Precision Technology-Division. Trotz dieses erfreulichen Auftakts bestehen
aus heutiger Sicht weiterhin erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der
Geschwindigkeit der Markterholung. Die angespannte geopolitische Marktlage
und damit einhergehende logistische Schwierigkeiten im Nahen Osten können zu
Zurückhaltung bei Kunden und Umsatzverschiebungen bei SBO führen. Aktuell
geht SBO daher für die PT-Division nach wie vor von einem Übergangsjahr mit
Erholungssignalen aus. In der EE-Division sieht SBO geografische
Expansionsmöglichkeiten durch ihre internationale Präsenz, unter anderem in
Asien, Lateinamerika, Europa und Subsahara-Afrika, sowie operative
Wachstums-chancen etwa durch das Reline- und Vertriebszentrum für
Bohrmotoren in den USA. In Summe erwartet SBO aktuell eine Erholung in der
zweiten Jahreshälfte.

Die mittel- bis langfristigen Fundamentaldaten des Marktes bleiben intakt:
Der Bedarf an sicherer Energieversorgung, die Notwendigkeit der
Wiederauffüllung strategischer und kommerzieller Reserven sowie die
vermehrte geografische Diversifizierung der Bezugsquellen werden die
Investitionstätigkeit in der Öl- und Gasindustrie nachhaltig stützen.
Parallel dazu nutzt SBO die Wachstumsperspektiven in den Bereichen
Geothermie, Carbon Capture and Storage (CCS), Lithium- und Helium-Drilling,
Additive Manufacturing sowie Flow Control. In diesen Wachstumsmärkten ist
SBO mit ihrem Produktportfolio stark positioniert und treibt die
Diversifizierung weiter voran.

"Das Marktumfeld bleibt volatil, insbesondere mit Blick auf die
Entwicklungen im Nahen Osten. Mit unserer globalen Aufstellung sind wir gut
positioniert, um auf regionale Verschiebungen zu reagieren und Chancen in
unterschiedlichen Märkten zu nutzen. Wir steuern das operative Geschäft
durch den Zyklus und setzen unsere Strategie weiter um. Unser
Additive-Manufacturing-Business in Europa und den USA bauen wir aus und
steigern gleichzeitig unsere Aktivitäten in Bereichen wie Geothermie und
Carbon Capture & Storage. Damit beschleunigen wir unsere Diversifizierung
und schaffen die Grundlage für weiteres Wachstum", schließt CEO Klaus Mader.

Insgesamt sieht sich SBO damit trotz anhaltender kurzfristiger
Unsicherheiten gut positioniert, um von den mittel- bis langfristig intakten
Marktgrundlagen sowie den zusätzlichen Wachstumsperspektiven in neuen
Energie- und Industriemärkten zu profitieren.


Die wichtigsten Kennzahlen von SBO auf einem Blick

EINHEI- 1-3/20- 1-3/20-
T 26 25
Auftragseingang MEUR 117,6 108,3
Umsatz MEUR 98,5 129,2
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und MEUR 11,4 26,4
Abschreibungen)
EBITDA-Marge % 11,6 20,4
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) MEUR 2,7 18,3
EBIT-Marge % 2,8 14,2
Ergebnis vor Steuern MEUR 0,8 17,4
Ergebnis nach Steuern MEUR 0,0 13,0
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit MEUR 6,3 22,7
Freier Cashflow MEUR -7,1 13,3
Liquide Mittel zum 31.3.2026 / 31.12.2025 MEUR 277,4 281,5
Nettoverschuldung zum 31.3.2026 / 31.12.2025 MEUR 82,8 78,1
Eigenkapitalquote zum 31.3.2026 / 31.12.2025 % 47,8 47,2
Mitarbeiter zum 31.3.2026 / 31.12.2025 1.533 1.539


Über SBO

SBO AG ist führender Hersteller von hochlegierten, amagnetischen Stählen
sowie hochpräzisen Komponenten und High-Tech-Equipment für den Energiesektor
und andere Industrien. Der globale Hochpräzisions-Technologiekonzern mit
Hauptsitz in Ternitz, Österreich, ist weltweit in mehr als 20
Niederlassungen mit rund 1.500 Mitarbeitern tätig. Die Gruppe liefert
führende Technologien, die auf einem hochinnovativen Produktportfolio und
starken Patenten basieren. Im Bereich Precision Technology ist SBO auf
hochpräzise Metallkomponenten spezialisiert, die von komplexen Stahlteilen
bis hin zu additiven Fertigungslösungen für Industrien reichen, die maximale
Präzision und Leistung erfordern. In der Energy Equipment-Division bietet
SBO High-Tech-Equipment für das Richtbohren und die Bohrlochkomplettierung
inklusive hochpräziser Flow-Control-Produkte an. Diese Lösungen sind für
extreme Bedingungen ausgelegt und werden in Umgebungen mit hohen
Temperaturen und hohem Druck eingesetzt. Damit bedient SBO wichtige
Industrien, darunter Öl und Gas, Energie und andere Sektoren. SBO notiert im
Leitindex ATX der Wiener Börse (ISIN AT0000946652). Weitere Informationen:
www.sbo.at


Kontakt:

Judit Helenyi, Director Investor Relations, SBO AG
Tel. +43 2630 315 253

E-Mail: investor.relations@sbo.at
media.relations@sbo.at


21.05.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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