Das Problem: Bestandskunden vom chinesischen Festland müssen die Plattform innerhalb von zwei Jahren vollständig verlassen. Damit droht Futu ein massiver Kundenschwund. Und als wäre das nicht schon belastend genug, steht zusätzlich noch das Risiko empfindlicher Strafzahlungen im Raum. Wie hoch diese am Ende ausfallen könnten, ist derzeit offen.
Die Quittung an der Börse folgte prompt und gnadenlos. Zur Mittagszeit notiert das ADR auf Futu bei nur noch 68 Euro – ein Tagesverlust von rund 35 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf heftige 51 Prozent. Die einstige Wachstumsstory hat tiefe Risse bekommen.Zwar versucht die Analystenseite teilweise noch zu beruhigen, doch die Warnsignale sind unübersehbar. Morgan Stanley belässt das Rating zwar vorerst auf Overweight mit einem Kursziel von 225 US-Dollar, schickt aber direkt eine fette Warnung hinterher: Kurzfristig drohe ein massiver Überhang nach unten, sollten die anstehenden Strafen die Ergebnisrechnung viel stärker belasten als ohnehin befürchtet.Das Problem für Anleger: Das Ausmaß der finanziellen Schäden ist aktuell absolut unberechenbar. Die Kombination aus erzwungenen Kundenschließungen und drohenden Strafzahlungen lastet wie ein Mühlstein auf dem Kurs.Die gute Nachricht: AKTIONÄR-Leser haben die Aktie dank des zuvor bei 110 Euro platzierten Stoppkurses bereits am Dienstag mit einem Gewinn von 22 Prozent verkauft. Die heutigen Kursverluste können sie sich getrost von der Seitenlinie aus ansehen.