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AKTIEN IM FOKUS 2: Snowflake nach Zahlen mit Kursfeuerwerk - Salesforce legen zu

AKTIEN IM FOKUS 2: Snowflake nach Zahlen mit Kursfeuerwerk - Salesforce legen zu

28.5.2026 16:10:38 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 2 min.

(neu: Kurse, JPMorgan)

NEW YORK (dpa-AFX) - Starke Reaktionen von Analysten auf die Geschäftszahlen von Snowflake haben die Anleger am Donnerstag euphorisiert. Die Aktien des Cloudsoftware-Spezialisten schnellten um fast 37 Prozent auf knapp 240 US-Dollar nach oben und erreichten das höchste Niveau seit Dezember.

Da kamen die Papiere des Branchenkollegen Salesforce nach ihrem Zwischenbericht nicht mit. Sie schafften es aber ins Plus. Mit einem Anstieg von zuletzt gut ein Prozent hoben sich die Anteilsscheine etwas von dem Leitindex Dow Jones Industrial ab, der nahezu auf der Stelle trat.

Brent Thill, Analyst der Investmentbank Jefferies, sprach mit Blick auf die beiden Softwareunternehmen von der "Geschichte der zwei großen S: Snowflake nimmt Fahrt auf und Salesforce bleibt stabil". Die Bilanzen bestätigten, dass sich die Monetarisierung von KI zuerst und am deutlichsten im Bereich Daten-Infrastruktur zeige. Seine Kollegin Gabriela Borges von der Bank Goldman Sachs hält Snowflake für gut positioniert, um sich ein großes Stück vom Kuchen der KI-bedingten Nachfrage nach Cloud-Diensten abzuschneiden.

Analyst Arti Vula von der Bank JPMorgan weitete den Blick auf die gesamte Branche aus: "Es lohnt sich vielleicht, darüber nachzudenken, ob wir gerade die Anfänge einer Entwicklung erleben, bei der sich die Vorteile der KI über die Hardware- und reine Rechenleistungsebene hinaus entfalten und weitreichendere Auswirkungen zeigen." Denn Unternehmen begännen, Künstliche Intelligenz in die Produktion zu integrieren. Dabei gehe es auch darum, wie KI-Modell in größerem Maßstab und im täglichen Betrieb Anfragen verarbeiten und Antworten erstellen können (Inferenz-Workloads).

Es sei sich zwar bewusst, dass solche Trends wahrscheinlich von Höhen und Tiefen geprägt sein werden, fuhr Vula fort. Bis dato aber schätze er weiterhin die konsequente und starke Umsetzung der Strategie von Snowflake sowie die attraktive Positionierung des Unternehmens in Schlüsselmärkten.

Die Softwarebranche erlebt insgesamt eher eine schwierige Zeit. Die Anleger schwanken zwischen der Sorge vor Verdrängungseffekten durch KI und den Chancen, die dieser Megatrend bietet. Salesforce versuchen sich ähnlich wie die Aktien des deutschen Konkurrenten SAP auf dem tiefsten Niveau seit 2023 an einer Bodenbildung. Snowflake erholten sich zuletzt bereits deutlicher vom Tief seit 2024.

Bei SAP konnten die Anleger am Donnerstag lange Zeit keine richtigen Schlüsse aus den Nachrichten der US-Softwarefirmen ziehen. Die Titel der Walldorfer schwankten deutlich und schlossen letztlich gut ein Prozent im Plus./ag/tih/la/jsl/jha/