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Bund fördert autonome Fähren - Start in Kiel in Sicht

Bund fördert autonome Fähren - Start in Kiel in Sicht

28.5.2026 13:32:32 | Quelle: dpa | Lesedauer etwa 2 min.

KIEL (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat 3,3 Millionen Euro für die Forschung zur autonomen Fähr-Schifffahrt in Kiel bereitgestellt. "Eine emissionsfreie, autonome und vernetzte Personenfähre kann künftig die Querung der Kieler Förde revolutionieren", sagte der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz am Kieler Seefischmarkt. Es gehe um künftig sicheren, schnellen und umweltfreundlichen Wasserverkehr.

Das Projekt trage wesentlich dazu bei, den öffentlichen Verkehr auf dem Wasser zu modernisieren und zu digitalisieren. In der dritten Förderphase, so das Bundesverkehrsministerium, geht es darum, die bisherigen Forschungsergebnisse in praxisnahe Anwendungen zu überführen. Ziel sei es, die autonome Schifffahrt unter realen Betriebsbedingungen voranzubringen.

Die Förderung kommt dem Projekt "CAPTN Förde Areal 3" zugute und wurde der Konsortialführerin, der F&E GmbH der Fachhochschule Kiel, übergeben. "Die Entwicklung autonomen Fahrens auf dem Wasser wird mit dem Förde-Areal-Projekt konsequent vorangetrieben", sagte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU). Er zeigte sich zuversichtlich, dass in den nächsten Jahren die erste autonom fahrende Fähre in Kiel starten wird.

Lösungen zur Orientierung von Personenfähren

CAPTN steht für "Clean Automonous Public Transport Network". Es geht um emissionsfreien autonomen öffentlichen Nahverkehr auf der Kieler Förde. Dazu entwickeln Forscher verschiedener Hochschul-Fachbereiche zusammen mit Unternehmen Lösungen etwa zur Orientierung und Steuerung von Personenfähren im Schiffsverkehr oder um die autonome Betankung von Schiffen mit Wasserstoff.

Das Projekt Förde Areal 3 gliedert sich in mehrere Arbeitspakete. Eines konzentriert sich laut der CAPTN-Initiative auf die Weiterentwicklung und sichere Erprobung des Forschungskatamarans MS "Wavelab". Ein weiteres widmet sich der Verbesserung der Infrastruktur, etwa durch landseitige Sensorik oder Anpassungen am Anleger. Zudem steht die Entwicklung der autonomen Funktionen im Fokus, darunter Lagebilderfassung, Umfeld- und Anomalieerkennung./xil/DP/jha