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Original-Research: Deutsche Grundstücksauktionen AG - von GBC AG
28.05.2026 / 14:00 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
Einstufung von GBC AG zu Deutsche Grundstücksauktionen AG
Unternehmen: Deutsche Grundstücksauktionen AG
ISIN: DE0005533400
Anlass der Studie: Research Report (Anno)
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 12,85 EUR
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2026
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Matthias Greiffenberger, Cosmin Filker
Operative Erholung setzt sich fort. Positive Marktimpulse unterstützen
weiteren Wachstumskurs.
Im Rahmen der Veröffentlichung der Geschäftszahlen 2025 haben wir unsere
Prognosen für die Deutsche Grundstücksauktionen AG angepasst. Im
Geschäftsjahr 2025 setzte sich die operative Erholung der DGA Gruppe weiter
fort. Gleichzeitig wurde die vollständige Rückkehr in die Gewinnzone noch
nicht erreicht. Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten wir eine Fortsetzung der
operativen Erholung. Die Gesellschaft strebt für 2026 einen Objektumsatz von
85,00 Mio. EUR sowie die Rückkehr in die Gewinnzone an. Nach dem starken
Objektumsatz von 90,88 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2025 liegt diese Zielsetzung
zwar leicht unter dem Vorjahresniveau, erscheint aus unserer Sicht jedoch
vor dem Hintergrund des weiterhin selektiven Immobilienmarktes konservativ
und gut erreichbar. Für unser Modell unterstellen wir einen Objektumsatz von
87,00 Mio. EUR und damit ein Niveau leicht oberhalb der
Unternehmenszielsetzung.
Trotz des gegenüber 2025 niedrigeren Objektumsatzes erwarten wir einen
Anstieg der bereinigten Nettoeinnahmen auf 9,30 Mio. EUR. Hintergrund ist,
dass die Relation zwischen Objektumsatz und bereinigten Nettoeinnahmen im
Geschäftsjahr 2025 mit 8,9 % vergleichsweise niedrig ausfiel. Dies war vor
allem auf den Objektmix, größere Einzeltransaktionen sowie die Struktur der
vereinnahmten Courtagen zurückzuführen. Für 2026 gehen wir dagegen von einer
Normalisierung dieser Quote auf 10,7 % aus. Diese Annahme liegt im Rahmen
historisch beobachtbarer Werte und reflektiert einen wieder margenstärkeren
Mix aus Auktionsaufgeldern, Nachverkäufen und Maklerprovisionen.
Unterstützend wirkt das gruppenweite Einlieferungsvolumen für die
Sommerauktionen von knapp 32,00 Mio. EUR. Dieses Volumen ist als sehr hoch
einzustufen und umfasst ein breites Spektrum attraktiver Objekte, darunter
ein größeres Miethaus in Berlin mit einem Limit von 4,50 Mio. EUR, ein
leerstehendes Hochhaus mit einem Limit von 3,90 Mio. EUR, ein Schloss, ein
Wasserturm sowie Wassergrundstücke. Positiv ist zudem, dass die Objekte zu
marktgerechten und steigerungsfähigen Auktionslimiten eingeworben wurden.
Auch die Westdeutsche Grundstücksauktionen AG verfügt über ein relativ
starkes Einlieferungsvolumen von rund 5,00 Mio. EUR, wobei einzelne
Renditeobjekte teilweise zu weniger als dem Zehnfachen der Jahresmiete
eingeliefert wurden. Dies spricht für eine verbesserte Preisrealität auf
Verkäuferseite und erhöht aus unserer Sicht die Wahrscheinlichkeit
erfolgreicher Auktionen.
Vor diesem Hintergrund rechnen wir für 2026 mit einem Anstieg der
bereinigten Netto-Einnahmen auf 9,30 Mio. EUR. Dies entspricht einem Wachstum
von 15,5 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2025. Unsere Prognose liegt damit
oberhalb des 2025 erreichten Niveaus, bleibt jedoch angesichts der weiterhin
bestehenden Finanzierungsrisiken bewusst moderat. Die Gesellschaft hat
operativ bereits eine gute Ausgangsbasis geschaffen. Entscheidend ist nun,
ob sich die attraktive Einlieferungsbasis auch in tatsächlich verkaufte
Objekte und vereinnahmte Aufgelder umwandeln lässt. Als wesentliche externe
Einflussfaktoren bleiben insbesondere Banken, Finanzierungskonditionen,
Energiepreise, Inflation, Zinsen und die allgemeine Marktpsychologie
relevant.
Die zentrale Unsicherheit bleibt damit weniger die Objektakquisition,
sondern die Käuferfinanzierung. Eine Beruhigung der geopolitischen Lage
könnte über sinkende Energiepreise, niedrigere Inflationserwartungen und
rückläufige Marktzinsen positiv auf die Baufinanzierungskosten wirken.
Umgekehrt würde ein anhaltend hohes Zinsniveau oder eine weiterhin
zurückhaltende Kreditvergabe der Banken insbesondere bei Gewerbeobjekten die
Verkaufs- und Finanzierungsprozesse erschweren.
Dennoch sehen wir gute Voraussetzungen für die Rückkehr in die
Profitabilität. Die Gesellschaft hat die Vertriebsaktivitäten hochgefahren
und verfügt über ein breites, attraktiv bepreistes Einlieferungsportfolio
mit guter Nachfrage. Die Sommerauktionen sind dabei ein wichtiger Indikator
für die Entwicklung des ersten Halbjahres. Erfolgreiche Auktionen könnten
zudem weitere Einlieferungen unterstützen, da sichtbare Verkaufserfolge
positive Rückkopplungseffekte auf Verkäuferseite auslösen können. Auf dieser
Basis erwarten wir für 2026 einen Jahresüberschuss von 0,54 Mio. EUR.
Für das Geschäftsjahr 2027 gehen wir von einer weiteren Normalisierung des
Auktionsgeschäfts aus. Unsere Annahme basiert auf einer stabileren
Transaktionsbereitschaft, einer weiter verbesserten Preisfindung zwischen
Käufern und Verkäufern sowie der etablierten Marktposition der DGA-Gruppe.
Die in den Vorjahren eingeleiteten Kostensenkungen und die geringe
Bilanzbindung des Geschäftsmodells sollten bei steigenden Netto-Einnahmen zu
einer überproportionalen Ergebnisverbesserung führen. Wir prognostizieren
für 2027 bereinigte Netto-Einnahmen von 11,30 Mio. EUR bei einem
Jahresüberschuss von 1,17 Mio. EUR.
Für 2028 unterstellen wir eine Fortsetzung der Erholung, jedoch keine
vollständige Rückkehr zu den außergewöhnlich starken Marktbedingungen der
Jahre 2020 bis 2022. Vielmehr gehen wir von einer schrittweisen Annäherung
an ein normalisiertes Umsatz und Ergebnisniveau aus. Die bereinigten
Netto-Einnahmen erwarten wir bei 12,30 Mio. EUR. Aufgrund der operativen
Skalierbarkeit des Geschäftsmodells und einer weiterhin kontrollierten
Kostenbasis sollte sich die Ergebnisqualität nochmals verbessern. Für 2028
prognostizieren wir einen Jahresüberschuss von 1,71 Mio. EUR.
Insgesamt erwarten wir für den Prognosezeitraum 2026 bis 2028 eine
nachhaltige Rückkehr in die Profitabilität. Wesentliche Treiber sind eine
weitere Stabilisierung des Immobilienmarktes, steigende
Transaktionsbereitschaft, eine verbesserte Einlieferungsqualität sowie der
operative Hebel des Geschäftsmodells. Das aktuelle Einlieferungsportfolio
für die Sommerauktionen bestätigt aus unserer Sicht, dass die DGA wieder
zunehmend attraktive Objekte zu marktfähigen Startpreisen akquirieren kann.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=a6941c4dcf835dcc3b00d737333c8e18
Kontakt für Rückfragen:
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR
Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher
Interessenkonflikt gegeben: (5a,7,11); Einen Katalog möglicher
Interessenkonflikte finden Sie unter:
https://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung
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Fertigstellung: 28.05.2026 (10:00 Uhr)
Erste Weitergabe: 28.05.2026 (14:00 Uhr)
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Originalinhalt anzeigen:
https://eqs-news.com/?origin_id=0de628c2-5a6e-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de
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